Mericca Kheswa, eine 58-jährige informelle Händlerin im CBD von Johannesburg, verkauft seit 33 Jahren günstige Mahlzeiten und hat ihre Familie aus der Armut gehoben. Mit Tellern für 5 Rand in den frühen 1990er Jahren hat ihr Geschäft die Ausbildung ihrer Kinder finanziert und eine stabile Zukunft aufgebaut. Trotz Herausforderungen wie Gesundheitsproblemen und Streitigkeiten um Genehmigungen setzt sie ihre Morgenroutine fort, um die Arbeiter der Stadt zu versorgen.
An der Ecke von De Villiers und King George Street im Zentrum von Johannesburgs Geschäftsviertel ist Mericca Kheswa seit über drei Jahrzehnten eine feste Größe. Die 58-Jährige startete ihr Food-Verkaufsunternehmen in den frühen 1990er Jahren und bot Teller mit Pap, Mogodu (Kutteln), Huhn, Rind oder Salat für nur 5 Rand an. „Wenn du damals 5 Rand hattest, hattest du Geld“, erinnert sie sich und betont den hohen Wert dieser bescheidenen Summe.
In einer fensterlosen Hütte ohne Bett lebend, nutzte Kheswa ihre Einnahmen für schrittweise Verbesserungen. Zuerst kaufte sie ein Bett und holte dann ihre Kinder von ihrer Großmutter im Dorf. Mit wachsender Nachfrage erhöhte sie die Preise auf 7 Rand pro Teller, was sie sich „wie eine Chefin – eine Millionärin!“ fühlen ließ. Heute kosten Standardteller 40 Rand, obwohl sie gelegentlich für Bedürftige anpasst, wie 25 Rand für einen klammernden Kunden.
Über das Überleben hinaus investierte Kheswa in Gemeinschaft und Familie. Sie nimmt an einem Stokvel mit anderen Händlerinnen teil, sammelt Einnahmen und teilt sie jährlich zur kollektiven Absicherung auf. Ihre Hingabe an Bildung hat Früchte getragen: Töchter Nosipho und Nozuko sind nun Krankenschwestern, nach dem Collegebesuch nach der Schule, während das jüngste Kind Linda ein Lehramtsdiplom anstrebt.
Kheswas Routine beginnt um 3 Uhr morgens. „Ich bin voller Energie“, sagt sie und beschreibt, wie sie Mogodu und Huhn vorbereitet, bevor sie um 6 Uhr aufbricht, um die Mahlzeiten um 8 Uhr fertig zu haben. Krankheit ist ihr einziger Hemmschuh; eine einjährige Lungenentzündung zwang einst ihre Kinder, den Stand zu übernehmen, und sie trägt nun Medikamente gegen Lungenentzündung und Diabetes bei sich.
Kürzlich gerieten Kheswa und andere Händler in einen Rechtsstreit mit der Stadt Johannesburg über Genehmigungen und Handelszonen, der vor Gericht landete. Die Stadt prüft Händler, da einige ohne Papiere sind, aber Kheswa, die nun ihre Genehmigung hat, schätzt das Engagement der Beamten. „Wir wollten keinen Streit anzetteln“, sagt sie und betont die Vernetzung des informellen Handels. Sie plant, mit 60 in Rente zu gehen, nach weiteren Familienausbildungen.