Der Bundesrichter Ariel Lijo hat den Antrag von Diego Spagnuolo zurückgewiesen, die Analyse zum Abgleich seiner Stimme mit Audioaufnahmen im mutmaßlichen Korruptionsfall bei der Nationalen Agentur für Behinderte (ANDIS) aufzuheben oder auszusetzen.
Der Beschluss vom 13. Juli 2026 bestätigt, dass die Untersuchung fortgesetzt wird. Spagnuolo, gegen den im Rahmen der im August 2025 eröffneten Ermittlungen Anklage erhoben wurde, hatte argumentiert, die Maßnahme mache ihn zum Versuchsobjekt und verletze den Schutz vor Selbstbelastung. Lijo erklärte, dass die Gewinnung einer Stimmprobe ein biometrisches Merkmal sei, das mit Fingerabdrücken oder DNA vergleichbar ist und keine Aussage zum Sachverhalt darstelle. Der Richter merkte an, dass die Verteidigung ursprünglich selbst auf eine Überprüfung der Audios gedrängt habe und es nun widersprüchlich sei, eben diese Analyse stoppen zu wollen. Staatsanwalt Franco Picardi hatte die Fortführung der Untersuchung beantragt. Die Bundeskammer ordnete die Analyse nach den Anklageerhebungen an, obwohl die Audios zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Beweismittel verwendet wurden.