Das Berufungsgericht von Santiago hat den von Arnaldo Domínguez eingereichten Amparo einstimmig zurückgewiesen. Der ehemalige Gebietsberater des Ex-Abgeordneten Joaquín Lavín hatte versucht, seine Untersuchungshaft im Gefängnis Santiago Uno aufzuheben.
Die Richter Juan Cristóbal Mera, Sandra Araya und Matías de la Noi entschieden, dass die Argumente der Verteidigung in ein Berufungsverfahren und nicht in eine Amparo-Klage gehören. In der Entscheidung wurde darauf hingewiesen, dass das Garantiekammergericht die Gründe für die Untersuchungshaft unter Bezugnahme auf die von der Staatsanwaltschaft zu den untersuchten Straftaten vorgelegten Beweise dargelegt hatte.
Domínguez wurde am 4. Mai zusammen mit dem ehemaligen Abgeordneten Lavín wegen Betrugs zum Nachteil des Staates angeklagt und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Seine Anwälte machten geltend, dass das Urteil nicht hinreichend begründet sei.
Das Gericht stellte klar, dass eine Meinungsverschiedenheit mit der richterlichen Urteilsbegründung nicht gleichbedeutend mit einem Mangel an Begründung ist. Es bestätigte daher die Untersuchungshaft des ehemaligen Beamten.