Die indischen GST-Einnahmen im Juni stiegen im Jahresvergleich um 13,9 Prozent auf 1,95 Billionen ₹, was hauptsächlich auf einen Anstieg der IGST auf Importe um 34,6 Prozent zurückzuführen ist. Die inländischen Einnahmen wuchsen mit einem langsameren Tempo von 6,5 Prozent. Der Anstieg spiegelt eher höhere Importwerte infolge der Währungsabwertung und gestiegener Weltmarktpreise wider als ein breites inländisches Wachstum.
Die GST-Einnahmen im Juni spiegeln die wirtschaftliche Aktivität im Mai wider. Das Importwachstum bei Rohöl, Erdölprodukten und Gold machte einen Großteil des Anstiegs aus, wobei die Goldpreise im Jahresvergleich um fast 60 Prozent stiegen. Die Regierung erhöhte am 13. Mai den Goldimportzoll von 6 Prozent auf 15 Prozent, was zur Steuerbasis beitrug.
Die Rupie fiel seit Ende Februar um fast 6 Prozent gegenüber dem Dollar, während die Nicht-Öl-Importe aufgrund höherer Frachtkosten um 14,5 Prozent stiegen. Diese Faktoren kurbelten die GST-Einnahmen aus Importen mechanisch an.
Indiens acht Kernindustrien wuchsen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 nur um 2,8 Prozent, gegenüber etwa 6 Prozent ein Jahr zuvor. Der HSBC Manufacturing PMI lag bei 54,2, dem zweitniedrigsten Wert seit 13 Monaten.
Die GST hat die Steuerzahlerbasis von 6,6 Millionen im Jahr 2017 auf mittlerweile über 16,5 Millionen erweitert, wobei Probleme im Zusammenhang mit dem Vorsteuerabzug und der Umsatzbeteiligung weiterhin bestehen.