Der Minister von Karnataka, Priyank Kharge, behauptete, dass der indische Bildungsminister Dharmendra Pradhan am 25. Juli aufgrund der anhaltenden Studentenproteste wegen der NEET-Prüfungsleck-Affäre zurückgetreten sei und nicht aus Verantwortungsgefühl.
Herr Kharge erklärte, dass weder Herr Pradhan noch Premierminister Narendra Modi Reue gezeigt hätten, obwohl die Zentralregierung das Leck bereits im Mai eingeräumt hatte. Er verwies auf den zeitlichen Ablauf: Die NEET-Prüfung fand am 3. Mai statt, Beschwerden kamen am 7. Mai auf, die National Testing Agency wandte sich am 8. Mai an die Polizei, und Herr Pradhan bestätigte das Leck am 15. Mai.
In seinem Rücktrittsschreiben begründete Herr Pradhan seinen Schritt damit, dass er verhindern wolle, dass staatsfeindliche Kräfte das Thema ausnutzen. Herr Kharge zitierte: „Es ist völlig klar, dass der Rücktritt von Herrn Pradhan nicht auf Gewissensbisse oder Rechenschaftspflicht zurückzuführen ist. Er wurde von den Studenten dieser Nation zum Rücktritt gezwungen.“
Der stellvertretende Ministerpräsident D.K. Shivakumar sagte, dass die Proteste des Kongresses fortgesetzt würden, bis die Anliegen der Studenten geklärt seien. Der ehemalige Ministerpräsident Siddaramaiah bezeichnete den Rücktritt als Sieg für die Studenten, betonte jedoch, dass tiefgreifendere Reformen erforderlich seien. Der BJP-Parteivorsitzende des Bundesstaates, B.Y. Vijayendra, blieb dabei, dass Herr Pradhan freiwillig zurückgetreten sei, um einen politischen Missbrauch der Proteste zu verhindern.