Die National Testing Agency hat die am 3. Mai durchgeführte NEET-UG-2026-Prüfung nach der Bestätigung eines Lecks bei den Prüfungsunterlagen annulliert. Mehr als 2,2 Millionen Studierende sind betroffen; ein Nachholtermin wird in Kürze bekannt gegeben. Das CBI hat die Ermittlungen übernommen.
Die National Testing Agency gab am 12. Mai die Absage der NEET-UG-2026-Prüfung bekannt. Die Entscheidung folgte auf die Überprüfung, dass ein in einer kostenpflichtigen WhatsApp-Gruppe kursierender Fragenkatalog mit den tatsächlichen Prüfungsfragen übereinstimmte. Generaldirektor Abhishek Singh erklärte, die Behörde habe nach Eingang von Beschwerden und Hinweisen nach der Prüfung gehandelt.
Ein Verdächtiger namens Shubham Khairnar wurde am 12. Mai in Nashik festgenommen. Die Polizei von Rajasthan hatte das Leck auf ein bundesstaatenübergreifendes Netzwerk zurückgeführt, das mindestens sechs Bundesstaaten umfasst. Das CBI hat ein Verfahren eingeleitet und die wichtigsten Verdächtigen in Gewahrsam genommen.
Die Annullierung ist der zweite größere Vorfall mit NEET innerhalb von zwei Jahren. Ein vom ehemaligen ISRO-Vorsitzenden K. Radhakrishnan geleitetes Komitee hatte nach dem Leck 2024 Reformen empfohlen, doch viele Maßnahmen blieben bislang unumgesetzt. Studentengruppen organisierten Proteste in Delhi und forderten die Rechenschaftspflicht der NTA.