Im laufenden Ermittlungsverfahren zu den gefälschten NAAC-Akkreditierungsansprüchen der Al-Falah University, die mit dem Autoanschlag am Roten Fort im November 2025 in Verbindung stehen, hat die Delhi-Polizei zwei Anklageschriften eingereicht. Diese stützen sich auf die Aussagen von mindestens acht ehemaligen Studenten, die unter falschen Voraussetzungen eingeschrieben wurden.
Die Delhi-Polizei hat am Mittwoch beim Gericht in Saket zwei Anklageschriften mit einem Gesamtumfang von über 3.000 Seiten gegen die in Faridabad ansässige Al-Falah University eingereicht. Die Unterlagen basieren auf den Aussagen von mindestens acht ehemaligen Studenten aus Ingenieur- oder pädagogischen Studiengängen und befassen sich mit den falschen Behauptungen zur Akkreditierung durch den National Assessment and Accreditation Council (NAAC) sowie der Falschdarstellung von Qualifikationen gemäß Abschnitt 12(b) des University Grants Commission Act.
Die NAAC-Akkreditierung der B.Ed-Hochschule lief 2016 aus, die des Ingenieurkollegs 2019, doch die Universität bewarb diese weiterhin auf ihrer Website. Alle betroffenen Studenten schrieben sich nach 2016 ein und bezeichneten die Akkreditierung als entscheidend für ihre Berufsaussichten; aufgrund der fragwürdigen Abschlüsse sehen sie sich nun mit erheblichen Hindernissen bei der Jobsuche konfrontiert.
Dies folgt auf frühere Maßnahmen im Rahmen der Ermittlungen, darunter die Inhaftierung des Universitätsgründers Jawad Ahmed Siddiqui im Januar sowie Anklagen der Enforcement Directorate wegen Geldwäsche in Höhe von 415 Crore Rupien, wobei Vermögenswerte im Wert von 139,97 Crore Rupien beschlagnahmt wurden.
Die Untersuchung nahm ihren Ausgangspunkt nach dem Anschlag am Roten Fort am 10. November 2025, bei dem 13 Menschen getötet wurden, als Umar Nabi – ein Arzt am Al-Falah School of Medical Sciences & Research Centre der Universität – das mit Sprengstoff beladene Fahrzeug steuerte. Die Verdächtigen Shaheen Ansari und Muzammil Ganai wurden mit 350 kg Sprengstoff festgenommen. Bislang befinden sich elf Beschuldigte in Gewahrsam. Die National Investigation Agency führte am Montag Durchsuchungen an neun Standorten in Jammu und Kaschmir durch.