Eine Klage der Association for Protection of Civil Rights (APCR) vor dem Obersten Gerichtshof von Delhi hat Bedenken hinsichtlich möglicher Gewalttätigkeiten in West-Delhis Uttam Nagar vor dem Eid-Fest geäußert. Grund dafür ist der Mord an dem 26-jährigen Tarun Kumar während des Holi-Festes. Die Anwohner äußern sich beunruhigt über Gerüchte in den sozialen Medien und den massiven Einsatz der Polizei.
In Hastsal Colony in West-Delhis Uttam Nagar wurde der 26-jährige Tarun Kumar am 4. März während des Holi-Festes nach einem Streit von seinen muslimischen Nachbarn zu Tode geprügelt. Die Auseinandersetzung begann, als ein Wasserballon auf eine muslimische Frau geworfen wurde. In den sozialen Medien wurden daraufhin Rufe nach Vergeltung laut, darunter "Khoon ki Holi on Eid". Taruns Vater Memraj beschuldigte die beschuldigte Familie, schon früher Streitigkeiten über Probleme wie das Parken gehabt zu haben, und forderte die "härteste" Bestrafung für alle Beteiligten. Anwohner, darunter Mohammad Aizad (36, Naib Imam), Schneider Naushad (38), Ramzan Ansari (65), Fleischladenbesitzer Sadiq Khan und Sudhir Pawar, erklärten, dass die Spannungen hauptsächlich von Außenstehenden und den sozialen Medien ausgingen und sich die Lage auf den Straßen beruhigt habe. In den Geschäften werden fleißig Vorbereitungen für das Zuckerfest getroffen, z. B. Trockenfrüchte und Schädeldecken. Die Straßen sind stark verbarrikadiert, die Polizei von Delhi ist im Einsatz, und die RAF (Rapid Action Force) patrouilliert häufig. Die Vereinigung zum Schutz der Bürgerrechte (Association for Protection of Civil Rights, APCR) reichte beim Obersten Gerichtshof von Delhi eine Klage ein, in der sie dringende Anweisungen an Polizei und Verwaltung zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung forderte. Der Kongressabgeordnete Mohammed Jawed aus Kishanganj forderte zusammen mit anderen Oppositionsabgeordneten in einem Schreiben an den Innenminister Amit Shah ein entschiedenes Vorgehen gegen Hassprediger. Der Abgeordnete Asaduddin Owaisi aus Hyderabad schrieb auf X, dass nichts unternommen werde, um die "Atmosphäre der Gewalt" zu ändern.