Das Enforcement Directorate (ED) reichte am Dienstag vor einem Sondergericht in Ranchi eine fünfte zusätzliche Anklage im Geldwäschefall in Jharkhand ein. Sie fügte 14 neue Beschuldigte aus der Abteilung für ländliche Entwicklung hinzu, womit sich die Gesamtzahl auf 36 erhöht. Der Fall betrifft den ehemaligen Minister Alamgir Alam.
Das Directorate of Enforcement's Ranchi Zonal Office reichte am 17. März 2026 vor dem Sondergericht für PMLA-Fälle in Ranchi eine fünfte zusätzliche Anklage gemäß den Abschnitten 44 und 45 des PMLA von 2002 ein. Darin werden 14 Ingenieure und Beamte des Rural Works Department (RWD), der Rural Development Special Zone (RDSZ) und der Jharkhand State Rural Road Development Authority (JSRRDA) als neue Beschuldigte (Nr. 23-36) genannt, womit sich die Gesamtzahl aller Beschwerden auf 36 erhöht. Zu den neuen Beschuldigten gehören die pensionierten Chefingenieure Singrai Tuti, Rajeev Lochan, Surendra Kumar und Pramod Kumar; die leitenden Ingenieure Santosh Kumar, Ajay Kumar, Ajay Tirkey, Raj Kumar Toppo, Ashok Kumar Gupta, Siddhant Kumar und Anil Kumar (Retd.); die stellvertretenden Ingenieure Ram Pukar Ram und Ramesh Ojha (beide im Ruhestand); und der ehemalige Oberingenieur Umesh Kumar (im Ruhestand). Die Ermittlungen des ED brachten sie mit dem Sammeln, Anhäufen und Liefern von illegalen Provisionen in Verbindung, die als Erträge aus Straftaten gemäß PMLA-Abschnitt 2(1)(u) gelten. Der Fall geht auf die FIR Nr. 13/2019 des Jamshedpur Anti-Corruption Bureau gemäß Abschnitt 7(a) des Prevention of Corruption Act, 2018 zurück. Die Ermittlungen ergaben, dass in diesen Abteilungen ein Betrug stattfand, bei dem die Auftragnehmer für die Zuteilung von Aufträgen eine feste Provision in Höhe von 3 % der Angebotswerte zahlten. Die Verteilung erfolgte hierarchisch: 1,35 % an den ehemaligen Minister Alamgir Alam über seinen persönlichen Sekretär Sanjeev Kumar Lal; 0,65-1 % an den Abteilungssekretär; der Rest an leitende und untergeordnete Ingenieure. Bei Ausschreibungen im Wert von rund 3.048 Mio. Euro wurden über 90 Mio. Euro eingenommen. Die ED führte 52 Durchsuchungen in Jharkhand, Delhi und Bihar durch und nahm neun Personen fest, wobei Alamgir Alam, Sanjeev Kumar Lal und Jahangir Alam in Untersuchungshaft genommen wurden. Sie erließ drei vorläufige Pfändungsbeschlüsse für Immobilien im Wert von 44 Mio. Euro (bestätigt); beschlagnahmte Bargeld im Wert von 38 Mio. Euro (davon 32,20 Mio. Euro in Räumlichkeiten von Sanjeev Kumar Lal und 2,93 Mio. Euro bei Munna Singh) und acht Luxusfahrzeuge. Zuvor hatte die ED eine Haupt- und vier Zusatzbeschwerden eingereicht, die zur Kenntnis genommen wurden.