Bildungsminister Julius Migos Ogamba hat einen im Internet kursierenden Brief als Fälschung bezeichnet, der vermeintlich die Verzögerungen bei den Auszahlungen an die für die nationalen Prüfungen 2025 beauftragten Fachkräfte erklärt. Er rief die Öffentlichkeit dazu auf, das Dokument zu ignorieren. Die Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund der Frustration tausender unbezahlter Lehrkräfte, die mit Streiks drohen.
Bildungsminister Julius Migos Ogamba gab am 23. April 2026 eine öffentliche Mitteilung heraus, in der er das kursierende Schreiben als Fälschung zurückwies und klarstellte, dass es nicht aus seinem Büro stamme. „Das derzeit verbreitete Dokument ist gefälscht. Ich fordere die Öffentlichkeit auf, es als das zu betrachten, was es ist: eine Fälschung, die keine Beachtung verdient“, erklärte Ogamba. Das Schreiben, das auf offiziellem Briefpapier des Bildungsministeriums verfasst war und Ogambas Namen trug, behauptete, dass im Nachtragshaushalt keine Mittel für Aufsichtspersonen, Prüfungsbeobachter, Sicherheitspersonal und Korrektoren vorgesehen seien. Es hieß darin, dass Zahlungen erst im nächsten, am 1. Juli 2026 beginnenden Haushaltsjahr nach Rücksprache mit dem Finanzministerium bearbeitet würden. Dies folgt auf eine ähnliche Falschmeldung, vor der bereits der Kenya National Examinations Council (KNEC) gewarnt hatte; dort wurde fälschlicherweise behauptet, die Mittel seien zwar eingegangen, die Auszahlungen jedoch aufgrund fehlender Personaldaten verzögert worden. Tausende Lehrkräfte haben über die Kenya National Union of Teachers (KNUT) ihren Unmut über die ausbleibende Bezahlung der Korrekturarbeiten für die Prüfungen 2025 zum Ausdruck gebracht und mit Streiks sowie einem Boykott der Prüfungen 2026 gedroht.