Keegan Bradley, Kapitän des US-Ryder-Cup-Teams 2025, ringt weiterhin mit den emotionalen Nachwirkungen einer 15-13-Niederlage gegen Europa. Beim Players Championship teilte er seinen anhaltenden Kummer mit, während er mit einer starken Leistung in der zweiten Runde zurückschlug. Bradley betonte die einzigartige Herausforderung, nach der Niederlage in den Wettbewerb zurückzukehren.
Die Ernennung von Keegan Bradley zum Kapitän des US-Ryder-Cup-Teams 2025 erfolgte im Juni 2024, eine Rolle, die seine Gedanken von Anfang an in Beschlag nahm. Das Team erlitt eine 15-13-Niederlage gegen Europa in Bethpage, trotz eines späten Aufschwungs in den Einzelpartien. Die Niederlage hinterließ bei den amerikanischen Spielern sichtbare Verzweiflung, traf jedoch Bradley am tiefsten. nnIn einem Interview mit dem AP-Golfjournalisten Doug Ferguson reflektierte Bradley über die hohen Einsätze: „Gewinnt man, ist es Ruhm fürs Leben. Verliert man, heißt es: ‚Ich werde damit für den Rest meines Lebens sitzen müssen. Es gibt keinen Teil von mir, der glaubt, dass ich das je überwinden werde.“ Dieser Gedanke unterstreicht die intensive emotionale Bindung an das alle zwei Jahre ausgetragene Event, bei dem die Teilnehmer den Sieg über alles andere wollen. nnBradley trat beim Players Championship an, nachdem er in seinen zwei vorherigen Turnieren den Cut verpasst und 2026 nur eine Top-30-Platzierung erzielt hatte. Seine erste Runde endete mit 77 (+5), gezeichnet von einem Quadruple-Bogey 9 auf dem Par-5-Loch 11, nachdem sein Abschlag einen Baum gestreift hatte. In der zweiten Runde jedoch schlug er mit 66 (-6) zurück, inklusive eines Eagles auf dem Par-5-Loch 2 und fünf Birdies auf der zweiten Hälfte, womit er sich für das Wochenende qualifizierte. nnZur anspruchsvollen Natur des Platzes sagte Bradley: „Dieser Platz ist der stressigste Golfplatz, den wir irgendwo auf der Welt spielen. Jeder Schlag ist brutal. Ich bin wirklich stolz auf mein Spiel heute. Ich habe diese Runde wirklich gebraucht.“ nnAuf Fragen zu seiner Einstellung nach der Kapitänszeit gab Bradley zu, wie schwer es ist, loszulassen: „Ich bin immer noch herzzerbrochen vom Ryder Cup. Ich versuche mein Bestes, mich zu distanzieren und weiterzumachen, aber es fällt schwer. Ich denke viel darüber nach. Ich denke viel an die Jungs, und ich bin noch dabei, das alles zu verarbeiten.“ Er präzisierte, dass es kein Bedauern sei, sondern die enorme emotionale Belastung, und stellte fest, dass er der erste verlierende Kapitän ist, der sofort wieder um einen Platz im nächsten Team kämpft. nnBradley zeigte sich offen für eine weitere Kapitänschance: „Ich denke, jeder Ryder-Cup-Kapitän, der verliert, würde es gerne nochmal machen. Aber das liegt nicht an mir.“ Seine Leidenschaft für das Event und den Sport ist weiterhin spürbar, trotz des anhaltenden Schmerzes.