Barcelona-Präsident Joan Laporta hat die Schiedsrichterleistung bei der Champions-League-Niederlage seines Vereins gegen Atletico Madrid als „Schande“ und „unerträglich“ verurteilt. Der Verein plant, eine weitere Beschwerde bei der UEFA einzureichen, nachdem ihr erster Protest abgelehnt wurde. Laporta hob mehrere strittige Entscheidungen aus beiden Spielen des Duells hervor.
Barcelona ist aus der Champions League ausgeschieden, nachdem der Verein nach Hin- und Rückspiel mit insgesamt 2:3 gegen Atletico Madrid unterlag. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel konnten die Katalanen am Dienstagabend im Rückspiel im Metropolitano zwar mit 2:1 gewinnen, doch das reichte nicht aus. Die Katalanen hatten bereits gegen die Leistung des Schiedsrichters im Hinspiel bei der UEFA protestiert und dabei auf einen Vorfall mit Atletico-Verteidiger Marc Pubill verwiesen, der ihrer Meinung nach eine Rote Karte sowie einen Elfmeter hätte nach sich ziehen müssen; die UEFA wies die Beschwerde jedoch als unzulässig zurück. Wie Interimspräsident Rafa Yuste gegenüber Laporta bestätigte, wird nun eine weitere formelle Beschwerde vorbereitet. Joan Laporta, der am 1. Juli offiziell die Präsidentschaft wieder übernehmen wird, äußerte am Dienstag seinen Frust: „Zunächst einmal möchte ich unserem Gegner gratulieren, aber die Schiedsrichterleistung gestern, sowohl durch den Unparteiischen als auch durch den VAR, war eine Schande. Was uns angetan wurde, ist unerträglich“, sagte er. Er kritisierte das Hinspiel für einen nicht gegebenen klaren Elfmeter sowie einen fälschlichen Platzverweis gegen einen Barcelona-Spieler und bemängelte für das Rückspiel die Rote Karte gegen Eric Garcia – er behauptete, Jules Koundé hätte den Ball noch erreichen können –, ein aberkanntes Tor von Ferran Torres sowie ungeahndete Fouls an Dani Olmo und Fermín López. Laporta nahm auch die UEFA direkt ins Visier: „Wir haben eine Beschwerde eingereicht, und die Antwort lautete, sie sei nicht zulässig. Was Barça nun tut, ist, Erklärungen dafür zu fordern, warum die Beschwerde nicht akzeptiert wurde“, sagte er. „Zu behaupten, dass Schiedsrichter Barça bevorzugen, ist schamlos. Sie müssen sich nur dieses Champions-League-Duell ansehen.“ Der verletzungsbedingt fehlende Flügelspieler Raphinha bezeichnete das Duell als „gestohlen“ und verstärkte damit die Kritik am Schiedsrichter Clement Turpin.