Nachdem Real Betis unter Trainer Manuel Pellegrini durch den Erfolg gegen Panathinaikos im Achtelfinale Geschichte geschrieben hatte, schied das Team im Viertelfinale der Europa League gegen den portugiesischen Vertreter Braga aus. Nach einer 2:4-Heimniederlage im Rückspiel im Estadio La Cartuja (Gesamtergebnis 3:5) musste sich die Mannschaft verabschieden. Die Spanier dominierten die erste Halbzeit, brachen jedoch nach entscheidenden Fehlern in der zweiten Hälfte ein. Pellegrini bezeichnete das Ausscheiden als „sehr hart“ und zeigte Verständnis für den Frust der Fans.
Nachdem man Panathinaikos besiegt und zum ersten Mal das Viertelfinale erreicht hatte, empfing Real Betis Braga im Estadio La Cartuja. Mit dem 1:1 aus dem Hinspiel im Rücken galt das Team als Favorit auf den Einzug ins Halbfinale. In der ersten Hälfte dominierte der Gastgeber: Antony erzielte in der 12. Minute per Kopfball nach einer Flanke von Abde die Führung, und Abde legte in der 26. Minute nach einem Lauf von Fornals auf 2:1 nach. Pau Víctor hatte zwischenzeitlich nach einem Zusammenstoß zwischen Bartra und Llorente für die Portugiesen verkürzt. Die zweite Halbzeit entwickelte sich für Betis zum Albtraum. Vítor Carvalho glich früh per Kopf nach einem Freistoß von Horta aus, der später selbst einen Foulelfmeter – verursacht durch Amrabat an Tiknaz – zum 2:3 verwandelte. Jean-Baptiste Gorby besiegelte in der 74. Minute den Endstand, nachdem Pau López den Ball unglücklich abgewehrt hatte. Braga brachte den Sieg über die Zeit und trifft nun im Halbfinale auf Freiburg. Trainer Manuel Pellegrini zeigte sich sichtlich niedergeschlagen: „Es ist ein sehr hartes Ausscheiden. Es ist schwer, Erklärungen zu finden. Wir haben eine spektakuläre erste Halbzeit gespielt.“ Er verwies auf Fehler wie einen unnötigen Elfmeter und einen Gegentreffer nach einer Flanke, wobei er eine gewisse Reife vermisste: „Es war ein sehr schwieriger Abend, ich verstehe den Ärger der Fans.“ Der Chilene richtet den Blick nun auf die Liga, wo in den verbleibenden sieben Spielen noch um einen europäischen Startplatz gekämpft werden muss.