Law & Order: Trial By Jury von NBC, ein 2004 gestarteter Ableger, wurde nach nur einer Staffel wegen schlechter Quoten gegen CBS' Numb3rs eingestellt. Die Serie hatte Scheduling-Probleme, die durch den Kauf von Sunday Night Football durch den Sender verschärft wurden. Produzent Dick Wolf war über die Entscheidung schockiert.
Die Law & Order-Franchise, ein Fernsehklassiker seit ihrem Debüt, hat mehrere erfolgreiche Ableger hervorgebracht, darunter Law & Order: SVU und Law & Order: Criminal Intent, die beide für die Verbindung emotionaler Geschichten mit dem klassischen Fall-der-Woche-Format gelobt wurden. 2004 brachte NBC Law & Order: Trial By Jury als nächsten Ableger heraus, der auf diesem Schwung aufbaute und sich auf Gerichtsdrama aus Sicht der Anklage und Verteidigung konzentrierte. Die Serie zeigte bekannte Gesichter aus dem Franchise, wie Fred Dalton Thompson als ADA Arthur Branch und Jerry Orbach als Detective Lennie Briscoe. Neue Darsteller waren Bebe Neuwirth als Assistant D.A. Tracey Kibre, Amy Carlson als Assistant D.A. Kelly Gaffney und Kirk Acevedo als Hector Salazar. Um 22 Uhr Ostküstenzeit ausgestrahlt, sollte die Serie hochspannende Rechtsfälle bieten, stieß aber sofort auf Probleme. 2005 gestartet, konkurrierte sie direkt mit CBS' Numb3rs, einem Überraschungserfolg, der den Sendeplatz dominierte. Dieser Wettbewerb war verheerend für das NBC-Produkt. Der Sender priorisierte zudem seine lukrative Partnerschaft mit Sunday Night Football und ließ der schwächelnden Serie wenig Raum zur Neupositionierung. Nach nur 13 ausgestrahlten Folgen stellte NBC die Serie ein. Dick Wolf, Produzent des Franchises, sagte Entertainment Weekly, er sei «noch nie so schockiert von einer Unternehmensentscheidung» gewesen. Letztlich entschieden die Quoten, was die gnadenlose Natur des Free-TV-Geschäfts Mitte der 2000er unterstreicht.