Die Sängerin Ludmilla hat eine Einladung von SBT zu einem Hommage abgelehnt und den Sender beschuldigt, rassistischen Einstellungen Raum zu geben. In einem Video in sozialen Medien kritisierte sie die Präsenz von Figuren wie Marcão do Povo, mit dem sie seit 2017 rechtlich im Streit liegt. Ludmilla betonte, dass Rassismus nicht mit Hommages, sondern mit Verantwortung bekämpft wird.
Die Sängerin Ludmilla hat sich am Montag (22. Dezember) in sozialen Medien geäußert, nachdem sie eine Einladung von SBT zu einem Hommage erhalten hatte. Sie lehnte das Angebot ab und erklärte, der Sender gebe „Stimme“, „Raum“ und „Rückhalt“ rassistischen Einstellungen, wobei sie auf den Moderator Marcão do Povo anspielte.
2017 nannte Marcão do Povo, der damals noch bei Record arbeitete, Ludmilla in einer Live-Sendung einen „Affen“, was zu einer Klage wegen Rassismus, übler Nachrede und Hassverbrechen führte. Am Freitag (19. Dezember) verkündete Marcão öffentlich, er sei „von allen Anklagen freigesprochen“. Ludmilla wies dies jedoch zurück und bezeichnete es als „absurdes Verfahrensmanöver“. „Die Justiz erkennt den von ihm gegen mich begangenen Rassismus an, aber er muss nichts dafür zahlen. Er ist nicht freigesprochen worden, Leute. Tatsächlich hat er ein Manöver genutzt, um den Konsequenzen zu entkommen“, sagte sie in einem Video.
Ludmilla zeigte einen Clip, in dem Marcão Silvio Santos und die Familie Abravanel dafür dankt, ihn bei SBT eingestellt zu haben, und hob den Kontrast zum rassistischen Vorfall hervor. „Ich habe eine Nachricht von SBT erhalten, dass sie mir wirklich ein Hommage zukommen lassen wollen“, begann sie, bevor sie konterte: „Ich kann kein Hommage annehmen, solange dieses Netzwerk weiterhin Stimme, Raum, Rückhalt und Bequemlichkeit für rassistische Einstellungen bietet. Das ist inkohärent und für mich inakzeptabel“.
Sie schloss ab: „Solange das so weitergeht, werde ich Rassismus nicht gutheißen, denn Rassismus wird nicht durch Hommages gelöst, sondern durch Verantwortung“. Das größte Hommage für sie wäre momentan Gerechtigkeit. Der Fall unterstreicht anhaltende Spannungen in der brasilianischen Fernsehindustrie hinsichtlich rassistischer Diskriminierung.