Als das Hub of Africa Fashion Week seine 15. Ausgabe 2026 in Addis Abeba feierte, reflektierte Gründerin Mahlet Teklemariam in einem Tadias-Magazine-Q&A über das Wachstum der afrikanischen Modebranche und die Rolle des Events. Im Hyatt Regency abgehalten, präsentierten Designer aus verschiedenen afrikanischen Ländern und betonten Branchenaufbau neben Kreativität. Teklemariam hob die Entwicklung der Plattform vom Schließen einer Lücke in der afrikanischen Modeinfrastruktur bis hin zur Förderung globalen Dialogs und nachhaltiger Unternehmen hervor.
Das Hub of Africa Fashion Week (HAFW) hielt seine 15. Ausgabe im Januar 2026 im Hyatt Regency in Addis Abeba ab. Gründerin Mahlet Teklemariam beschrieb in einem Q&A mit Tadias Magazine diesen Meilenstein als Spiegel des Wachstums der afrikanischen Modebranche. „Als wir diese Reise begannen, gab es weitaus weniger sichtbare Plattformen für afrikanische Designer. Heute sehen wir eine Fülle von Marken aus dem gesamten Kontinent entstehen, die selbstbewusst ihre Geschichten erzählen und nachhaltige Unternehmen aufbauen“, sagte sie. Das Event entstand aus Teklemariams Arbeit als Mode-Redakteurin bei Tadias im Jahr 2002, wo sie diaspora-afrikanische Designer in den USA förderte. Bei ihrer Rückkehr nach Äthiopien wollte sie das Fehlen von Modeinfrastruktur auf dem Kontinent angehen, inspiriert von Events wie der New York Fashion Week. HAFW geht über Laufstege hinaus und umfasst Podiumsdiskussionen, Masterclasses und Pop-up-Märkte, um Designern Wissen, Netzwerke und Marktzugang zu bieten. Es involviert Stakeholder wie Regierungsbehörden, den British Council und Hersteller durch Inkubationsprogramme und Politikdialoge. Diesjähriges Line-up umfasste Designer aus Kenia, Nigeria, Kamerun, Südafrika und zum zweiten Mal aus Russland durch eine Kooperation mit der Moscow Fashion Week im Rahmen des BRICS Fashion Summit. Teklemariam betonte die Kuratierung basierend auf „Vielfalt, Authentizität und Engagement für Handwerk und Erzählung“. In den letzten 15 Jahren hat die afrikanische Mode in Addis Abeba einen Aufstieg von Marken erlebt, einen Wandel hin zu Ready-to-Wear bei Erhaltung traditioneller Kleidung, die mit kultureller Identität verbunden ist. Jüngere Generationen umarmen zunehmend Made-in-Ethiopia- und Made-in-Africa-Produkte. Partnerschaften wie das Creative DNA-Programm des British Council bieten langfristige Unterstützung und helfen Designern beim Zugang zu internationalen Chancen. Der Core Round Table, in seinem zweiten Jahr mit Linda Murithi, förderte hochrangige Diskussionen unter Branchenakteuren, um Lücken zu schließen und Zusammenarbeit zu fördern. Zukünftig bleibt Teklemariam trotz Herausforderungen engagiert und rät jungen Designern: „Bleibt eurer Identität treu und gebt nicht auf. Erzählt weiter Afrikas Geschichten – unsere Kulturen, Handwerke und Erbe.“ Der Wechsel des Events nach Januar passt zur Diaspora-Saison und stärkt globale-lokale Verbindungen.