Marina Zenovichs Dokumentarfilm beleuchtet das doppelte Erbe von Chevy Chase

Marina Zenovichs neuer Dokumentarfilm 'I'm Chevy Chase and You're Not' taucht in die bahnbrechende Karriere des Comedians ein neben seinen berüchtigten persönlichen Fehlern. Der Film verfolgt Chases Aufstieg von Saturday Night Live zum Hollywood-Star, während er Geschichten über seine Grausamkeit auf dem Set und sein Verhalten abseits der Kamera konfrontiert. Durch Interviews und Archivaufnahmen erforscht er, wie seine problematische Kindheit eine komplexe Figur formte, die von Fans geliebt, aber von Kollegen verabscheut wird.

Marina Zenovichs Dokumentarfilm 'I'm Chevy Chase and You're Not' bietet ein nuanciertes Porträt des Lebens des Comedians und verbindet seine komödiantischen Triumphe mit Berichten über seine abrasive Persönlichkeit. Von CNN Films veröffentlicht, schildert der 97-minütige Langfilm Chases Weg vom Bard College 1965, wo Freunde wie Peter Aaron seine frühen Streiche erinnern, bis zu seiner entscheidenden Rolle beim Start von Saturday Night Live 1975. Dort bestand Chase darauf, vor der Kamera aufzutreten, trotz Lorne Michaels' anfänglichem Plan, ihn als Autor einzusetzen, und debütierte mit einer Probeaufnahme, die seine große, attraktive Statur und inhärente Feindseligkeit hervorhob.

Der Film beschreibt seinen Film-Erfolg in den 1980er Jahren, beginnend mit 'Foul Play' 1978 an der Seite von Goldie Hawn, die Momente beschreibt, in denen seine freundlichere Seite zum Vorschein kam. Hits wie 'Caddyshack' und die 'Vacation'-Reihe folgten, doch Projekte wie 'Memoirs of an Invisible Man' 1992 waren für Kollaborateure wie John Carpenter qualvoll. Chases Karriere erholte sich später mit der NBC-Sitcom 'Community', doch Spannungen eskalierten und gipfelten 2012 in einem Vorfall auf dem Set mit rassistischem Sprachgebrauch, der zu seinem Ausstieg beitrug.

Interviews zeigen einen Mann, geprägt von Widrigkeiten. Von einer möglicherweise schizophrenen Mutter aufgezogen, die ihn ohrfeigte, um ihn zu wecken, und einem misshandelnden Stiefvater, gibt Chase im Film zu: „So bin ich nun mal, in meinem Alter... Nur ein Kind. Ein wütendes Kind.“ Dan Aykroyd bemerkt: „Ich konnte sofort sehen... dass dieser Kerl gleichzeitig talentiert und sehr gefährlich war.“ Produzent Alan Greisman ergänzt: „Ich glaube nicht, dass er bewusst ein Arschloch sein will. Ich denke, die Arschloch-Version von ihm ist jemand, der verzweifelt nach etwas sucht, das er verloren hat oder nie hatte.“

Mit 82 Jahren lebt Chase in Bedford, New York, mit seiner Frau von 43 Jahren, Jayni Chase, und pflegt Fan-Kontakte durch signierte Fotos und Auftritte für 'National Lampoon’s Christmas Vacation'. Der Dokumentarfilm ringt damit, seine Kunst – verwurzelt im 'Put-on'-Humor der 1960er – mit seinen passiv-aggressiven Tendenzen zu versöhnen, ohne zu verurteilen oder gutzuheißen. Er lässt die Zuschauer über den Preis von Genie nachdenken, das von persönlichen Fehlern getrübt ist.

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