Mateus, der Zweite der in Goiânia geborenen siamesischen Zwillinge, starb am Donnerstag nach einer Notfall-Trennungsoperation. Der Eingriff erfolgte Stunden nach dem Tod seines Bruders Marcos, doch Mateus überlebte einen Herzstillstand auf der Intensivstation nicht. Der Fall betraf ein Ärzteteam in einem staatlichen Krankenhaus in Goiás.
Die siamesischen Zwillinge Marcos und Mateus, in der 34. Schwangerschaftswoche in Goiânia geboren, waren ischiopag, am Becken verwachsen und teilten den Thorax, den Abdomenbereich sowie drei Beine. Ihre 22-jährige Mutter aus Canarana im Mato Grosso erhielt eine problemlose pränatale Betreuung im Hospital Estadual da Mulher Dr. Jurandir do Nascimento (HEMU).nnAm Donnerstag (8/1) erlitt Marcos vier Herzstillstände und starb. Der pädiatrische Chirurg Zacharias Calil berichtete: „Als ich morgens eintraf, befand sich der Zwilling bereits in einem Herzstillstand. Wir versuchten, ihn zu reanimieren, doch vergeblich. Der andere war noch wach, und da entschieden wir uns für die Notfall-Trennungsoperation in der Hoffnung, sein Leben zu retten“.nnDer Eingriff, der als äußerst komplex eingestuft wurde, umfasste die Trennung der Leber, eines Teils des Darms, des Beckens und des rechten Beins von Mateus. Calil erläuterte: „Die Trennung gelang, aber sie war sehr schwierig [...] Wir nutzten auch Haut des anderen Zwillings für den Verschluss. Leider erlitt Mateus in der Intensivstation einen Herzstillstand und überlebte nicht“.nnSolche Operationen werden typischerweise bei Kindern über ein Jahr durchgeführt aufgrund der anatomischen Komplexität. Das Gesundheitssekretariat von Goiás und das HEMU veröffentlichten eine Stellungnahme, in der sie die Todesfälle bedauern und Solidarität mit der Familie bekunden sowie die seit der Geburt erbrachten intensiven Pflegebemühungen hervorheben.