Der peruanische Kongress hat einen Antrag genehmigt, der die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum zur persona non grata erklärt, als Reaktion auf den politischen Asyl gewährt an die ehemalige Premierministerin Betssy Chávez. Das Außenministerium Mexikos lehnte die Entscheidung ab und nannte sie übertrieben und auf falschen Behauptungen basierend. Diese Maßnahme verschärft die diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern, die unter der vorherigen Regierung begannen.
Am Donnerstag, den 6. November 2025, genehmigte der peruanische Kongress den Antrag 19057, der die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum zur persona non grata erklärt, mit 60 Stimmen dafür, 33 dagegen und 2 Enthaltungen. Die Initiative, angeführt von Kongressabgeordneten einschließlich Ernesto Bustamante und Fernando Rospigliosi, dem ersten Vizepräsidenten des Kongresses, wirft Mexiko Einmischung in innere Angelegenheiten vor aufgrund des politischen Asyls für Betssy Chávez, die ehemalige Premierministerin, die an dem Putschversuch von Pedro Castillo im Dezember 2022 beteiligt war.
Rospigliosi erklärte, dass die Aussagen von Sheinbaum 'die peruanische Nation diskreditieren' und das demokratische System beleidigen. Der Antrag bezieht sich auf die Kritik von Sheinbaum an peruanischen Führern nach Castillo, der weiterhin im Barbadillo-Gefängnis inhaftiert ist.
Als Reaktion veröffentlichte das mexikanische Außenministerium (SRE) eine Erklärung, die die Erklärung als 'von falschen Behauptungen motiviert' ablehnt. Das SRE betonte, dass Mexiko nicht in die inneren Angelegenheiten Perus eingegriffen hat und dass der Asyl für Chávez streng nach dem Völkerrecht gewährt wurde, das für beide Länder verbindlich ist. Es wurde darauf hingewiesen, dass die UN-Generalversammlung den politischen Asyl als humanitären und friedlichen Akt betrachtet, nicht als feindseligen.
Dieser Streit baut auf vorherigen Spannungen auf: Peru brach die diplomatischen Beziehungen zu Mexiko am 3. November 2025 ab, nach dem Asyl für Chávez. Zuvor, in 2022 und 2023, erklärte Peru den mexikanischen Botschafter Pablo Monroy und den ehemaligen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador zur persona non grata. Chávez befindet sich weiterhin in der mexikanischen Botschaft in Lima und wartet auf einen sicheren Durchlass, den Peru prüft.
Die Wiener Konvention von 1961 regelt die persona non grata hauptsächlich für Diplomaten, weshalb diese Erklärung symbolische und diplomatische Implikationen für Staatsoberhäupter hat. Mexiko betont, dass Handels- und konsularische Beziehungen unberührt bleiben.