Paramount Skydance hat bei der FCC einen Antrag eingereicht, aus dem hervorgeht, dass nahöstliche Fonds 38,5 % des Eigenkapitals am fusionierten Unternehmen Paramount-Warner Bros. Discovery halten werden. Der Public Investment Fund aus Saudi-Arabien wird einen Anteil von 15,1 % übernehmen, der Staatsfonds der VAE 12,8 % und die Qatar Investment Authority 10,6 %. Ausländische Investoren erhalten keine Sitze im Vorstand und keine Stimmrechte; die Kontrolle verbleibt bei der Familie Ellison und RedBird Capital Partners.
In einem am Montag bei der Federal Communications Commission eingereichten Dokument hat Paramount Skydance Details zur ausländischen Beteiligung an der geplanten Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery offengelegt. Aus dem Dokument geht hervor, dass ausländische Investoren insgesamt 49,5 % des neuen Unternehmens halten werden, wobei allein die drei Staatsfonds aus dem Nahen Osten 38,5 % des Eigenkapitals ausmachen. Diese Fonds haben nahezu 24 Milliarden US-Dollar für das Geschäft zugesichert, darunter rund 10 Milliarden US-Dollar vom saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF). Paramount betonte, dass keiner dieser Investoren Sitze im Vorstand oder Stimmrechte erhalten werde, wodurch die vollständige stimmrechtliche Kontrolle bei der Familie Ellison – David Ellison und seinem Vater Larry – sowie bei RedBird Capital Partners verbleibt. Diese halten die Class A Common Stock, die 100 % der Stimmrechte repräsentiert. Die Aktionäre von Warner Bros. Discovery haben der 111-Milliarden-Dollar-Transaktion letzte Woche zugestimmt. Das Geschäft wartet noch auf die Genehmigung durch die europäischen Kartellbehörden und sieht sich möglicherweise Herausforderungen durch die Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten gegenüber, hat jedoch bereits einen wichtigen Meilenstein bei der kartellrechtlichen Prüfung durch das Justizministerium erreicht. Ein Sprecher von Paramount Skydance bezeichnete die FCC-Einreichung als einen Standardantrag auf eine deklaratorische Entscheidung bezüglich indirekter ausländischer Investitionen in Rundfunksender. „Wenn die Transaktion und die Eigenkapitalsyndizierung abgeschlossen sind, werden die Familie Ellison und RedBird gemeinsam den größten Eigenkapitalanteil am fusionierten Unternehmen halten und weiterhin die alleinigen Eigentümer der Class A Common Stock bleiben, was 100 % der Stimmrechte entspricht. Kein anderer an der Syndizierung beteiligter Investor erhält Governance-Rechte, Stimmrechte oder eine Vertretung im Vorstand“, erklärte der Sprecher. Das Unternehmen fügte hinzu, dass die Zusammenlegung der Vermögenswerte von Paramount und Warner Bros. Discovery den Wettbewerb stärken und kreative Talente fördern werde.