Kommunikationsminister Solly Malatsi erklärte, Südafrika solle die Durchsetzung bestehender Gesetze stärken und die digitale Kompetenz fördern, anstatt Altersbeschränkungen für Kinder in sozialen Medien zu verfolgen.
In einem am 19. Juli 2026 veröffentlichten Interview argumentierte Malatsi, dass Altersbeschränkungen, wie sie in Australien und dem Vereinigten Königreich existieren, leicht zu umgehen seien und in Südafrika nicht durchsetzbar wären. Er forderte stattdessen eine obligatorische Altersverifizierung, die an Geräte oder Plattformen geknüpft ist, eine engere Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen sowie verstärkte Bemühungen zur digitalen Kompetenzförderung für Eltern und Schulen. Malatsi wies auf Lücken bei der Strafverfolgung hin und stellte fest, dass das Film and Publication Board im Finanzjahr 2025/26 zwar 9.250 Fälle von sexuellem Missbrauchsmaterial von Kindern bestätigte, daraus jedoch nur 16 Strafverfahren resultierten. Experten wie Emma Sadleir und Anzio Jacobs unterstützten die Notwendigkeit einer besseren Strafverfolgung und Aufklärung gegenüber neuen Verboten und betonten, wie wichtig es sei, die Perspektiven der Kinder bei der Politikentwicklung einzubeziehen.