Die American Federation of Musicians hat Klage gegen die Universal Music Group und die Warner Music Group eingereicht und wirft ihnen Verstöße gegen ihren Tarifvertrag im Zusammenhang mit Lizenzvereinbarungen für künstliche Intelligenz vor.
Die am 5. Juni eingereichte Klage macht geltend, dass die Musiklabels Tonaufnahmen an die KI-Unternehmen Suno und Udio lizenziert haben, ohne den von der AFM vertretenen Musikern wie vertraglich vereinbart eine Vergütung oder Nennung zukommen zu lassen. Der Klageschrift zufolge haben sich die großen Labels geweigert, Einzelheiten darüber offenzulegen, welche Aufnahmen betroffen sind oder wie die Erlöse aus den Verträgen gehandhabt werden. Die AFM erklärt, die Labels hätten ihre eigenen Interessen geschützt, sich jedoch geweigert, die Musiker zu entschädigen, deren Arbeit zum Training der KI-Systeme verwendet wurde. Der Streit geht auf das Jahr 2024 zurück, als die Labels Suno und Udio wegen unbefugter Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material verklagten. Bis zum Herbst 2025 erzielten die Parteien Lizenzvereinbarungen, die Bestimmungen zur Vergütung von Künstlern auf Opt-in-Basis enthielten. Die UMG bezeichnete ihre Beziehung zur AFM als stark und erklärte, man werde die Angelegenheiten durch Verhandlungen klären. Die WMG äußerte sich enttäuscht über die Klage, betonte jedoch, weiterhin offen für Gespräche zu sein.