ABBA-Mitglied Björn Ulvaeus hielt am 13. Juli die Eröffnungsrede auf dem „AI for Good“-Weltgipfel der Vereinten Nationen in Genf. Er forderte, dass Urheber ihre Zustimmung geben müssen und entlohnt werden, wenn ihre Werke zum Training von KI-Systemen genutzt werden. Ulvaeus nannte die Show „ABBA Voyage“ als Beispiel für einen ethischen Einsatz von KI.
Ulvaeus, der auch als Präsident des Weltverbands der Urheberrechtsgesellschaften CISAC fungiert, erklärte den Teilnehmern, dass KI nur dann gut sei, wenn die Menschen, deren Arbeit sie erst ermögliche, nicht übergangen würden, ihre Zustimmung gäben und an den Erträgen beteiligt würden. Er sagte, am Verhandlungstisch sollte für Kreative immer ein zusätzlicher Stuhl reserviert sein.
Der Musiker hob das Projekt „ABBA Voyage“ in London hervor, bei dem Motion Capture und maschinelles Lernen unter voller Beteiligung und Vergütung der Band eingesetzt werden. Er betonte, dass das Projekt funktioniere, weil die Künstler von Anfang an einbezogen wurden.
Ulvaeus schlug kollektive Lizenzmodelle nach dem Vorbild von Spotify vor, um sicherzustellen, dass Urheber einen Anteil an den KI-Abonnement-Einnahmen erhalten. Er betonte, dass die Vergütung die Trainingsdaten abdecken sollte und nicht nur die einzelnen Ergebnisse.
Zu den weiteren Rednern auf dem Gipfel gehörte John Legend, der sich ebenfalls für politische Leitlinien aussprach, die Urheber schützen und künstlerische Laufbahnen lebensfähig halten sollen.