Nathalie Muller beschreibt ihren Alltag als Gemeindesekretärin in vier Gemeinden im Gers

Nathalie Muller, Gemeindesekretärin in vier kleinen Gemeinden im Gers, erledigt verschiedene Verwaltungsaufgaben für ein Gehalt von 1.700 Euro. Sie jongliert mit Standesamtsregistern, Lehrerlöhnen und Nachbarschaftsstreitigkeiten und fährt von einem Rathaus zum anderen. «Mein Auto ist mein zweites Büro», sagt sie.

Nathalie Muller, 38, arbeitet als Gemeindesekretärin in vier Gemeinden im Gers: Sansan (102 Einwohner), Durban (160), Traversères (72) und Ornézan (260). In einer Region mit Getreidefeldern und Zweitwohnungen verbringt sie wöchentlich einen halben Tag in Sansan, in einem bescheidenen Gebäude aus den 1980er-Jahren, das auch die Dorfhalle beherbergt.  nnIn ihrem Büro in Sansan, ausgestattet mit zwei Bildschirmen, einem Hefter, einer Briefwaage und einem Drucker, beginnt sie den Tag damit, die Vorhänge zu öffnen, die Heizung einzuschalten und E-Mails zu prüfen. Sie leitet Warnungen von Météo France vor schlechtem Wetter weiter sowie eine Anordnung der Präfektur, die den Verkehr in Waldgebieten verbietet. In ihrer Linkshänderschrift notiert sie Wochenendnachrichten in ein Notizbuch: einen Antrag auf Zuschuss für eine Schulausfahrt, eine Mitteilung über IVA-Ausgleich, eine Vorladung zur Versammlung des interkommunalen Elektrizierungssyndikats und eine Ankündigung von Softwareänderungen im departementalen Feuerwehr- und Rettungszentrum.  nnAm nächsten Tag hält sie Sprechstunden in Ornézan, fährt dann mit ihrem weißen Renault Clio nach Durban und Traversères. Ein Anruf vom Bauamt im Raum Auch meldet eine Fristüberschreitung bei einer Baugenehmigung eines Landwirts; sie muss erklären, wie der Prozess mit einem Architekten und dem Cerfa-Formular neu gestartet wird.  nnDer Bürgermeister von Sansan, Jacques Sonilhac, 72, ehemaliger Zimmermann, schätzt ihre Unterstützung: «Seit sie hier ist, bin ich praktisch im Urlaub. All diese Berichte der Schatzkammer, Verfahren und Akten sind zu schwer für mich. Und es gibt viele Dinge, die ich nicht kann.»

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