In der zweiten Runde der Kommunalwahlen am 22. März 2026 errangen der Rassemblement National (RN) und seine Verbündeten 36 Städte und bauten damit auf den 18 Siegen aus dem ersten Wahlgang auf. Zu den wichtigsten Erfolgen zählen laut vorläufigen Ergebnissen des Innenministeriums Nizza, Orange und Montargis.
Die Kommunalwahlen 2026 zielten darauf ab, den nationalen Aufwärtstrend des RN im Hinblick auf das Jahr 2027 in lokale Hochburgen umzumünzen. Nach Schätzungen vom 22. März qualifizierte die von Jordan Bardella geführte Partei 214 Listen für die Stichwahlen in Gemeinden mit über 3.500 Einwohnern, zusätzlich zu Bündnissen mit Éric Ciottis UDR und anderen Kräften. Insgesamt wechselten an diesem Tag 36 Rathäuser die Mehrheit, womit sich die Gesamtzahl auf 54 erhöhte. Zu den Siegern des ersten Wahlgangs zählten David Rachline in Fréjus, Louis Aliot in Perpignan, Steeve Briois in Hénin-Beaumont und Frédérique Joint in Saint-Savin (Gironde). In Nizza gewann Éric Ciotti mit 48,54 % gegen Christian Estrosi (37,20 %) und Juliette Chesnel-Le Roux (14,26 %). In Orange (Vaucluse) stürzte der RN die Bompard-Dynastie; auch Montargis (Loiret), La Flèche (Sarthe, seit 1989 eine sozialistische Hochburg) und Wittelsheim (Haut-Rhin, die erste im Elsass) gingen verloren. Im Département Pyrénées-Orientales gewannen Rivesaltes und Canohès; im Pas-de-Calais fielen Liévin, Billy-Montigny, Oignies, Courcelles-lès-Lens und Lillers. In Marseille belegte Franck Allisio mit 40,4 % den zweiten Platz hinter Benoît Payan (53,7 %), so das Ergebnis von Elabe-Berger Levrault für BFMTV, RMC und Le Figaro. In Toulon erzielte Laure Lavalette 47,65 % gegen Josée Massi (52,35 %).