Die Rechte gewann in der zweiten Runde der Kommunalwahlen 2026 laut Le Figaro Limoges, Tulle, Brest und Clermont-Ferrand. Sie behält Toulon und erobert Besançon, scheitert jedoch in Nîmes und Paris. Bruno Retailleau, der Vorsitzende der Republikaner, zielte auf eine „blaue Welle“ in Frankreich ab.
Die Ergebnisse der zweiten Runde der französischen Kommunalwahlen 2026 deuten auf ein starkes Abschneiden von Les Républicains (LR) und der Rechten hin. Die Rechte eroberte Limoges, Tulle, Brest und Clermont-Ferrand, was als historischer Sieg bezeichnet wird. Sie nahm zudem Besançon ein und verteidigte Toulon gegen den Rassemblement national (RN). In Nîmes, der größten Stadt, die zuvor von der LR geführt wurde, landete Franck Proust mit 21,51 % der Stimmen auf dem dritten Platz und verlor gegen die bisherige Mehrheit. In Paris erzielte Rachida Dati laut Angaben des Innenministeriums 41,18 %, gegenüber 50,81 % für Emmanuel Grégoire, der das Rathaus behält. Die LR brachte 55 Listen in die zweite Runde in Städten mit über 3.500 Einwohnern, zuzüglich 704 Listen mit der Kennzeichnung „divers droite“ oder „union à droite“. Bereits in der ersten Runde wurden Bürgermeister wie Jean-François Copé in Meaux, François de Mazières in Versailles, David Lisnard in Cannes und Philippe Juvin in La Garenne-Colombes gewählt oder wiedergewählt. Bruno Retailleau, der im vergangenen Mai zum LR-Vorsitzenden gewählt wurde, wollte „eine blaue Welle in Frankreich aufsteigen lassen“. Diese lokalen Ergebnisse stärken den territorialen Rückhalt der Rechten vor den Senatswahlen im September.