Die Listeneinreichungen wurden am Dienstagabend abgeschlossen und die Aufstellungen für die zweite Runde der Kommunalwahlen am 22. März festgelegt. Zahlreiche Allianzen, technische Fusionen und Rückzüge - vor allem auf der linken Seite zwischen LFI und PS - haben die Duelle und Dreiecksbeziehungen vereinfacht. Fast 124.097 Kandidaten treten in 1526 Gemeinden an.
Nach der ersten Runde am 15. März führten intensive Verhandlungen zwischen den Parteiführungen zu zahlreichen Anpassungen, bevor die Listeneinreichungen am Dienstag um 18 Uhr endeten. Die französischen Wähler werden am Sonntag, den 22. März, in den verbleibenden 1526 Gemeinden mit 4221 Listen und 124.097 qualifizierten Kandidaten an die Urnen gehen, gegenüber 4972, die ursprünglich für die zweite Runde in Frage kamen, wie der Daten- und Infographiedienst von Le Figaro Fig berichtet. Die Konstellationen haben sich entwickelt: 548 Duelle, 803 Triangulaires, 159 Quadrangulaires und 16 Quinquangulaires, darunter ein ehemaliger Septangulaire, der aufgrund von Rücktritten zum Quinquangulaire in Saint-Jean-de-Védas (Hérault) wurde. Im ersten Wahlgang hatten bereits 33.310 Gemeinden ihre Gemeinderäte gewählt, darunter Béziers, Cannes und Perpignan, wo die Amtsinhaber am 15. März wiedergewählt wurden. Auf der Linken kam es zu technischen Fusionen zwischen den Listen der LFI und der PS, wie z.B. in Toulouse, wo François Piquemal (LFI) und François Briançon (PS) fusionierten, was zu einer Gegenreaktion der lokalen Wirtschaftsführer gegen ein "antikapitalistisches" Programm führte. Zu den bemerkenswerten Duellen gehören Lyon (Jean-Michel Aulas gegen den Ökologen Grégory Doucet), Toulon (RN Laure Lavalette gegen die divers droite Josée Massi) und Bordeaux (Macronist Thomas Cazenave gegen den scheidenden Ökologen Pierre Hurmic). In Paris tritt Rachida Dati (LR-Horizons-Renaissance-MoDem) in einem Triangulaire gegen Emmanuel Grégoire an. Der Wahlgang wird durch das Gesetz vom 21. Mai 2025 vereinheitlicht: zwei Wahlgänge mit Mehrheitsprämie für mehr als 1.000 Einwohner und zwei getrennte Abstimmungen in Paris, Lyon und Marseille (Arrondissement und Stadträte). In umkämpften Gemeinden lagen nach dem ersten Wahlgang oft die Unabhängigen und die Rechten vorn.