Für die Kommunalwahlen 2026 haben 75 französische Gemeinden keine Kandidaturen eingereicht, was Wahlen am 15. und 22. März verhindert. Diese Gemeinden werden unter Sonderverwaltung gestellt, bis neue Wahlen organisiert werden. Dieses Problem betrifft vor allem kleine Gemeinden, wobei die Zahlen im Vergleich zu früheren Wahlen stabil sind.
Kandidaturen für die erste Runde der Kommunalwahlen wurden eingereicht, aber 75 von Frankreichs 34.953 Gemeinden haben keine Listen. Ohne Wahlmöglichkeit am 15. und 22. März werden diese lokalen Einheiten automatisch in eine Sonderverwaltungsregelung überführt, die vom Staat bis zur Organisation einer neuen Wahl verwaltet wird. Diese Zahl bleibt relativ stabil: 2014 waren 64 Gemeinden betroffen, 2020 waren es 106. Alle betroffenen Gemeinden haben weniger als 1.500 Einwohner, drei Viertel davon weniger als 500. Nur zwei hatten das 2020 erlebt: Dompierre-les-Tilleuls im Doubs (291 Einwohner) und Orbigny-au-Mont in der Haute-Marne (138 Einwohner). Die am stärksten betroffenen Regionen sind Französisch-Polynesien mit 7 Gemeinden sowie Haute-Saône und Doubs mit je 5. Das geringe Interesse an der Bürgermeisterposition hängt oft mit steigenden administrativen und finanziellen Belastungen zusammen. Hinzu kommt, dass die Reform von 2025 zu den Wahlverfahren nun vollständige und paritätsgerechte Listen in allen Gemeinden verlangt, eine Regelung, die zuvor nur für Gemeinden mit mehr als 1.000 Einwohnern galt. Politikwissenschaftler Romain Pasquier, Forschungsleiter am CNRS, merkt an, dass diese Reform zur Schwierigkeit beigetragen haben könnte. „Die eingereichten Listen müssen nun vollständig sein und die Parität in allen Gemeinden wahren“, erklärt er.