In einem volatilen Kontext hielten Jordan Bardella vom Rassemblement national und Jean-Luc Mélenchon aufeinanderfolgende Veranstaltungen in Perpignan am 28. Februar und 1. März ab. Die Stadt, geführt von Bürgermeister Louis Aliot (RN), beherbergte diese Zusammenkünfte im Vorfeld der Kommunalwahlen 2026. Trotz Schulferien und drohenden Regens herrschte auf den Straßen eine festliche Atmosphäre.
Perpignan, Präfektur der Pyrenäen-Orientales, erlebte ein politisch aufgeladenes Wochenende. Am Abend des Samstags, dem 28. Februar, waren die katalanisch geprägten Straßen belebt, die Caféterrassen überfüllt trotz Schulferien und drohenden Regens. Auf dem Boulevard du Maréchal-Leclerc, nahe dem beliebten Stadtteil Vernet, und in den engen Gassen zum Castillet zirkulierten Gläser mit Weißwein oder Bier frei und boten eine festliche Pause in diesem hochpolitischen Wochenende. Am Nachmittag hatte das Rassemblement national (RN) den Parc des expositions für eine Unterstützungsveranstaltung für den ausscheidenden Bürgermeister Louis Aliot vor den Kommunalwahlen 2026 gemietet. Mehr als hundert Personen warteten ab 13 Uhr vor den Toren auf eine Veranstaltung, die um 17 Uhr geplant war. Unter ihnen war Philippe, 55, ein tätowierter Krankenhausmitarbeiter bei seiner ersten Wahlveranstaltung. Begleitet von Alexandra, 46, kam er aus dem nahegelegenen Dorf Opoul-Périllos. „Wir sind hauptsächlich wegen Bardella gekommen. Er wirkt super“, sagte Philippe. Am nächsten Tag, dem 1. März, hielt Jean-Luc Mélenchon seine eigene Veranstaltung in der katalanischen Stadt ab, was einen Aufeinandertreffen von Rechtsextremen und radikaler Linker markiert. Dieses Duell hebt nationale Einsätze in diesem lokalen Kommunalwahlkampf hervor.