Am 1. Mai 2026 demonstrierten Arbeiter, Gewerkschaften und linke Politiker in Paris gegen den „Abbau des Sozialsystems“ im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027. Landesweit schlossen sich rund 300.000 Menschen den Protesten an, davon 100.000 in Paris. Jean-Luc Mélenchon kritisierte den Gesetzesentwurf von Gabriel Attal zur Arbeit an diesem Feiertag.
In Paris führte der Demonstrationszug bei großer Hitze vom Place de la République zum Place de la Nation. Die Organisatoren zählten 100.000 Demonstranten in der Hauptstadt und 300.000 landesweit. Sylvie, eine arbeitslose Frau über sechzig aus Palaiseau, sorgt sich wegen der steigenden Kraftstoffpreise und der möglichen Liberalisierung der Arbeit am 1. Mai.
Um 14 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit einer Rede von Jean-Luc Mélenchon. Der Anführer von La France insoumise verspottete den von Gabriel Attal ausgearbeiteten Gesetzentwurf rund um den 1. Mai. Die Demonstranten prangerten in einer besorgten Atmosphäre den „Abbau des Sozialsystems“ an.
Gewerkschaften, angeführt von CGT und CFDT, wollen die Präsidentschaftsdebatten beeinflussen. Die Generalsekretärin der CFDT, Marylise Léon, sagte: „Wir werden zwangsläufig bei den Präsidentschaftswahlen mitreden wollen, so wie es bei solch wichtigen politischen Fristen immer der Fall ist.“ Weniger als ein Jahr vor der Wahl konzentrieren sich die Forderungen auf Lohnerhöhungen und Preisstopps.
Anderswo hielt das Rassemblement national mit Marine Le Pen und Jordan Bardella eine Versammlung in Mâcon ab und forderte in einer vollbesetzten Halle mit 5.000 Teilnehmern eine „Renaissance Frankreichs“. Währenddessen aß Premierminister Sébastien Lecornu gemeinsam mit Laurent Wauquiez in Puy-en-Velay zu Mittag, wobei 13 Unternehmer anwesend waren.