Die Führer der fünf großen französischen Gewerkschaften hielten am 23. Februar in Paris eine ungewöhnliche Pressekonferenz ab, zwei Tage vor der finalen Verhandlungssitzung zur Arbeitslosenversicherung. Sie bekräftigen ihren Widerstand gegen die Forderungen der Arbeitgeber nach 1 Milliarde Euro Einsparungen pro Jahr. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Rechte der Arbeitnehmer vor den erweiterten Vorschlägen der Arbeitgeber zu schützen.
Am 23. Februar versammelten sich Führer der fünf großen französischen Gewerkschaften, einschließlich CGT und Force ouvrière (FO), im Pariser Hauptquartier der FO zu einer beispiellosen Pressekonferenz. Die CGT beschreibt diese kollektive Aktion als ohne vorheriges Beispiel, die 48 Stunden vor der entscheidenden Verhandlungssitzung am 25. Februar stattfindet. nnDiese Gespräche, eingeleitet durch einen Brief des Arbeitsministers Jean-Pierre Farandou vom 29. November 2025, konzentrieren sich hauptsächlich auf die Entschädigung von einvernehmlichen Kündigungen, oder ruptures conventionnelles, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Regierung strebt eine Einigung an, die mindestens 400 Millionen Euro jährliche Einsparungen einbringt. nnDennoch erweitern die Vertreter der Arbeitgeber den Umfang. In der Sitzung am 19. Februar schlugen sie Maßnahmen vor, die intermittierende Künstler der darstellenden Künste, Grenzgänger und die Rückforderung unberechtigt gezahlter Leistungen, bekannt als « trop-perçus », betreffen. Diese könnten über 4 Milliarden Euro einbringen, obwohl die Arbeitgeber nur 1 Milliarde anstreben. nnDie Gewerkschaften halten es für inakzeptabel, die Rechte der Arbeitsuchenden in diesem Ausmaß zu kürzen. Dieser einheitliche Druck unterstreicht die anhaltenden Spannungen in den Verhandlungen, die auf eine Reform des Arbeitslosenversicherungssystems abzielen.