Die Regierung von Javier Milei drängt auf die Genehmigung ihrer Arbeitsreform im Senat bis Anfang Februar und lädt Oppositionsführer ein. Währenddessen warnt Salta-Gouverneur Gustavo Sáenz vor fiskalischen Auswirkungen auf die Provinzen, und der Peronismus legt ein alternatives Projekt ohne einheitliche Position vor.
Die argentinische Regierung unter Führung von Javier Milei verstärkt die Verhandlungen, um ihre Arbeitsreform im Kongress durchzubringen. Sicherheitsministerin Patricia Bullrich hat Führer der Oppositionsblöcke für Mittwoch einberufen, um Positionen abzustimmen und sicherzustellen, dass das Gesetz bis Anfang Februar im Senat debattiert wird. Die Regierungspartei zielt auf eine mögliche Sitzung am 11. Februar im Oberhaus ab, gefolgt von einer Debatte im Unterhaus zwei Wochen später. In der Zwischenzeit traf sich Salta-Gouverneur Gustavo Sáenz am Dienstag mit seinen vier Kongressabgeordneten, um die Auswirkungen der Reform zu bewerten. Im Mittelpunkt stand das Steuerkapitel, das Kopartizipationsfonds und provinzielle Bauvorhaben beeinträchtigen könnte. „Salta wird auf keine Fonds oder strategischen Bauvorhaben verzichten“, warnte Sáenz. Senatorin Flavia Royón betonte: „Es schlägt eine Steuersenkung vor, die fiskalische Auswirkungen auf Provinzen und kopartizipierbare Mittel hat.“ Abgeordnete Yolanda Vega, Pablo Outes und Bernardo Biella einigten sich darauf, provinzielle Ressourcen zu verteidigen, und argumentierten, dass die Zentralregierung keine Steuern auf Kosten der Provinzen kürzen könne. Sáenz, der kürzlich Innenminister Diego Santilli getroffen hatte, signalisierte Dialogbereitschaft: „Wir sollten Veränderung oder Fortschritt nicht fürchten.“ Unión por la Patria (UxP), der Hauptperonisten-Oppositionsblock, hat keine einheitliche Haltung eingenommen. Bei der Block-Sitzung am Dienstag wurde das Thema nicht besprochen, stattdessen stand das Mercosur-EU-Abkommen im Fokus. Abgeordnete Raquel „Kelly“ Olmos legte ein alternatives Arbeitsmodernisierungsgesetz vor, das eine vereinfachte Tarifverhandlung, verlängerte Elternurlaube auf 120 bzw. 30 Tage, eine schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit auf 40 Wochenstunden und einen Regelung für Plattformarbeiter umfasst. Olmos, ehemalige Arbeitsministerin, erhielt Unterstützung von Abgeordneten wie Eduardo Valdés und Agustín Rossi, jedoch nicht vom cristinistischen Flügel oder der Blockführung. „Es handelt sich um eine deliberative Phase, bis die Berichte erstellt sind“, erläuterte sie. Diese Unentschlossenheit offenbart interne Spannungen in der UxP mit Kritik am Fehlen vorheriger Debatten. Die Verhandlungen verdeutlichen das Gleichgewicht zwischen Arbeitsmodernisierung und föderalem Schutz, wobei Provinzen wie Salta Garantien für ihre Ressourcen fordern.