ADIMRA-Präsident Elio del Re hinterfragt Aspekte der Arbeitsreform von Javier Milei, insbesondere die Ultraaktivität für KMU, die Unsicherheit schafft. Während die Regierung Senatsverhandlungen für eine Sitzung am 11. Februar beschleunigt, lehnen Arbeitsrechtler den Gesetzentwurf als verfassungswidrig ab. Industrielle und juristische Opposition hebt Komplexitäten im aktuellen Text hervor.
Der Präsident der Asociación de Industriales Metalúrgicos de la República Argentina (ADIMRA), Elio del Re, äußerte Uneinigkeit mit Teilen des Arbeitsreformprojekts, das vom Präsidenten Javier Milei vorangetrieben wird. In Aussagen bei Radio con Vos sagte Del Re: „Die Ultraaktivität für KMU ist nicht der richtige Weg“. Er begründete, dass diese Regelung, die den jährlichen Ablauf von Kollektivverträgen impliziert, „mehr Unsicherheit bringt, Investitionen nicht fördert“ und allein keine Jobs schafft. Del Re erkannte den Aktualisierungsbedarf an: „Eine Reform ist notwendig, es ist wichtig, dass sie umgesetzt wird. Unser Kollektivvertrag stammt aus 1974. Die Welt hat sich in diesen über 50 Jahren erheblich verändert“. Er warnte jedoch: „Die Reform allein wird keine Beschäftigung bringen. Um Beschäftigung zu haben, brauchen wir Absatzmärkte, wir müssen mehr produzieren, mehr verkaufen“. Er verwies auch auf Schwierigkeiten bei der Präferenzreihenfolge, die Verhandlungen für metallverarbeitende KMU gegenüber Gewerkschaftsabschnitten erschwert. Derweil berief die Regierung am 26. Januar 2026 einen politischen Tisch in der Casa Rosada ein, geleitet vom Kabinettschef Manuel Adorni, um die Verhandlungen zu überwachen. Teilnehmer waren Karina Milei, Minister wie Diego Santilli und Luis Caputo sowie Figuren wie Patricia Bullrich und Martín Menem. Das Hauptziel ist die Billigung der Reform in außerordentlichen Sitzungen vom 2. bis 27. Februar, mit einer geplanten Senatssitzung am 11. Februar. Technische Gespräche setzen sich diese Woche fort, geleitet von Josefina Tajes und Cristian Larsen. Die Asociación de Abogadas y Abogados Laboralistas (AAL) sowie das Forum zur Verteidigung der Arbeitnehmerrechte lehnten das Projekt ab: „Nichts, absolut nichts im Inhalt dieses legislativen Projekts ist zulässig und vereinbar mit irgendeinem der Verträge, ILO-Internationalen Übereinkommen und der argentinischen Nationalverfassung“. Diese Kritikpunkte unterstreichen Spannungen in der legislativen Debatte.