Ndindi Nyoro nennt Gründe für Abwesenheit beim Gachagua-Impeachment

Der Abgeordnete von Kiharu, Ndindi Nyoro, hat erstmals erklärt, warum er nicht am Impeachment-Verfahren gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Rigathi Gachagua teilgenommen hat, und führt seine Entscheidung auf persönliche statt politische Gründe zurück. In einem Interview mit NTV betonte er, dass seine Wahl von religiösen Überzeugungen und moralischen Erwägungen geleitet wurde. Diese Haltung führte zu seiner Absetzung als Vorsitzender des Haushalts- und Aneignungsausschusses der Nationalversammlung.

Der Abgeordnete von Kiharu, Ndindi Nyoro, sprach in einem Interview mit NTV am Freitag, dem 26. Dezember 2025, darüber, warum er während des gesamten Impeachment-Verfahrens gegen Rigathi Gachagua geschwiegen hat. Er erklärte, er sei während der Verhandlungen anwesend gewesen, habe aber mit den Befürwortern nicht übereingestimmt und klargemacht, dass er nicht teilnehmen werde. „Ich hatte eine andere Meinung. Ich habe kommuniziert und klargestellt, dass ich nicht teilnehmen würde. Ich habe auch eine Erwiderung abgegeben, dass ich niemandem die Konsequenzen daraus vorwerfen würde, denn für mich war es ein tief persönlicher Grund“, sagte Nyoro und bezog sich auf die Folgen, die zu seiner Entfernung aus seiner Führungsrolle führten.

Er fügte hinzu: „Ich war nicht derjenige, der Gachagua zum Vizepräsidenten gemacht hat. Wie könnte es also meine Rolle sein, das Gegenteil zu tun? Meine Überlegungen gehen über die Politik hinaus. Was würde Gott von mir wollen? Ich wusste, dass ich die richtige Entscheidung traf, indem ich nicht teilnahm.“

Der Impeachment-Vorschlag wurde vom Abgeordneten von Kibwezi West, Mwengi Mutuse, im Oktober 2024 auf 11 Grundlagen eingebracht, darunter Amtsmissbrauch und Untergrabung des Präsidenten. Die Nationalversammlung stimmte mit 282 Ja-Stimmen zu. Der Senat befand Gachagua in fünf Anklagepunkten für schuldig und entfernte ihn offiziell vom Amt.

Nyoro beschrieb seine Beziehungen zu Gachagua und Präsident William Ruto als positiv; Gachagua bleibt sein Freund, und sein letztes Gespräch mit dem Präsidenten fand während seiner Zeit als Vorsitzender des Haushaltsausschusses statt. Er hat sich nun konstruktiver Kritik statt Beleidigungen in der Politik zugewandt. Darüber hinaus nannte er das Impeachment einen kostspieligen Fehler für die Regierung, der die Kenya-Kwanza-Koalition spaltete und Ruto erhebliche Stimmen aus der Mount-Kenya-Region kostete. Als nun lauter Kritiker der Wirtschaftspolitik Rutts gilt Nyoro als potenzieller Herausforderer bei den Wahlen 2027, obwohl er keine Ambitionen öffentlich erklärt hat.

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