Die äthiopische Behörde für die Erforschung und Erhaltung des kulturellen Erbes hat die Entdeckung von Homo-sapiens-Fossilien aus der Zeit vor 100.000 Jahren im Gebiet Middle Awash in der Region Afar bekannt gegeben. Die unter der Leitung von Dr. Yonas Beyene mit Wissenschaftlern aus 24 Ländern durchgeführte Studie schließt entscheidende Lücken in der Zeitleiste der menschlichen Ursprünge in Afrika.
Die äthiopische Behörde für die Erforschung und Erhaltung des kulturellen Erbes hat neue archäologische Entdeckungen von der Fundstätte Halibi im Gebiet Middle Awash in der Region Afar enthüllt. Den Beamten zufolge offenbaren die Funde bisher unbekannte Migrationsrouten früher Menschen sowie ihre antike Lebensweise. Das mehrjährige Projekt unter der Leitung von Dr. Yonas Beyene umfasste Wissenschaftler aus 24 Ländern. Bei Ausgrabungen wurden Homo-sapiens-Fossilien, Tausende von Steinwerkzeugen sowie verschiedene Tierüberreste aus der Zeit vor 100.000 Jahren entdeckt. Diese Funde schließen eine erhebliche Informationslücke in der Geschichte der afrikanischen menschlichen Evolution zwischen vor 900.000 und 200.000 Jahren. Behördendirektor Abebaw Ayalew betonte, dass die Regierung der wissenschaftlichen Forschung Priorität einräume, was zahlreiche laufende Projekte ermögliche. Die Ergebnisse der Studie wurden heute in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Die Beweise deuten auf eine wechselhafte, trockene Umgebung hin, in der Überreste von Hyänen, Zebras, Hornträgern, Vögeln und Fischen gefunden wurden. Die Fossilien und Artefakte bekräftigen Äthiopiens Rolle als Wiege der Menschheit und werfen ein neues Licht auf den frühen technologischen Gebrauch und Umwelteinflüsse.