Nigeria aus FATF-Grauzone gestrichen nach Schlüsselfreformen

Nigeria wurde aus der Grauzone der Financial Action Task Force entfernt, nachdem erhebliche Fortschritte bei den Bemühungen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erzielt wurden. Der globale Überwachungsorganismus kündigte die Entscheidung in seiner Plenarsitzung im Oktober 2025 an und lobte Verbesserungen in der interagenten Koordination und risikobasierter Aufsicht. Experten sehen dies als Boost für ausländische Investitionen und finanzielle Integrität.

Die Financial Action Task Force (FATF) hat in ihrer Plenarsitzung im Oktober 2025 angekündigt, dass Nigeria die strategischen Mängel aus seiner früheren Bewertung behoben hat, was zur Streichung des Landes aus der Grauzone der Jurisdiktionen unter erhöhter Überwachung führte. Nigeria wurde erstmals im Februar 2023 auf diese Liste gesetzt, was die Prüfung durch internationale Finanzinstitutionen verschärfte.

Dieser Meilenstein spiegelt Nigerias Bemühungen wider, sein Rahmenwerk gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) zu stärken, einschließlich einer verbesserten Umsetzung in Finanz- und Nicht-Finanzsektoren. Zu den Schlüsselerfolgen gehören eine bessere interagenten Koordination zwischen Institutionen wie der Central Bank of Nigeria (CBN), dem Nigerian Financial Intelligence Unit (NFIU) und der Economic and Financial Crimes Commission (EFCC).

Iguehi Onokevbagbe, eine zertifizierte Anti-Geldwäsche-Spezialistin und ehemalige interne Rechtsberaterin bei der CBN, beschrieb die Streichung als „ein Zeugnis für Nigerias anhaltendes politisches Engagement und institutionelle Reformen“. Sie hob greifbare Fortschritte bei der Ausrichtung nationaler Systeme an globalen Standards hervor und betonte, dass dies ein Signal an internationale Partner und Investoren sei, dass Nigeria die Integrität seines Finanzsystems stärkt.

Onokevbagbe betonte verbesserten Datenaustausch, bessere Kundenprüfung und technologiebasierte Überwachungssysteme. Der Fokus auf risikobasierte Aufsicht war entscheidend, um Durchsetzungslücken zu schließen. In ihrem jüngsten Papier „Addressing Illicit Financial Flows in Nigeria: The Role of AML/CFT/CPF Frameworks“ untersuchte sie regulatorische Compliance und finanzielle Integrität.

Während sie den Erfolg feiert, warnte Onokevbagbe vor Komplazen. „Die Aufrechterhaltung der FATF-Konformität erfordert kontinuierliche Investitionen in institutionelle Kapazitäten, technologische Innovation und Transparenz in der Durchsetzung“, sagte sie. „Finanzielle Integrität ist keine einmalige Reform – es ist eine Kultur, die in öffentlichen und privaten Sektoren verankert werden muss.“

Nigerias Erfolg bietet ein Modell für andere Entwicklungsländer und zeigt, dass ein koordiniierter, datengetriebener Ansatz in komplexen Umgebungen Ergebnisse erzielen kann. Die Streichung positioniert das Land, um mehr ausländische Investitionen anzuziehen und das Vertrauen in sein Regulierungssystem wiederherzustellen, obwohl Experten betonen, dass Reformen institutionalisiert werden müssen, um Rückschläge zu verhindern.

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