Ein Analyseunternehmen prognostiziert, dass Nintendo 2026 den Preis seiner Switch-2-Konsole aufgrund steigender RAM-Kosten und Zölle erhöhen wird. Trotz starker Anfangsumsätze sieht sich das Unternehmen Herausforderungen durch einen Handelskrieg und KI-bedingte Engpässe gegenüber. Die Führungsebene von Nintendo hat angegeben, diese Faktoren genau zu beobachten.
Nintendos Switch 2, die im Juni 2025 zu einem Einstiegspreis von 449 Dollar gestartet wurde, verzeichnet die schnellsten Verkäufe aller Nintendo-Konsolen bisher. Sie verkauft sich in ihrem ersten Jahr deutlich besser als die originale Switch und fast 2:1 in Japan während der ersten 30 Wochen auf dem Markt. Allerdings prognostiziert das Video-Spiel-Konsumenten-Insights-Unternehmen Niko Partners eine Preiserhöhung im Jahr 2026, im Gefolge der Konkurrenten Sony und Microsoft. Die Prognose resultiert aus steigenden Importsteuern inmitten eines Handelskriegs zwischen den USA und China sowie explodierenden Speicherkosten durch KI-Nachfrage. Niko Partners bemerkt, dass Nintendo trotz dieser Drücke beim Launch die Preise gehalten hat, aber Anpassungen aufgrund anhaltender Marktbedingungen vornehmen könnte. Der CEO von Amazon hat gewarnt, dass Unternehmen in diesem Jahr mehr zollbedingte Kosten an die Verbraucher weitergeben werden. Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa wandte sich im vergangenen November an Investoren und erklärte, das Unternehmen könne die Switch 2 bei etwa 450 Dollar halten und die Hardware-Rentabilität «es sei denn, es gibt signifikante Änderungen externer Faktoren» aufrechterhalten. Früher in diesem Jahr erwähnte er, die RAM-Situation zu beobachten, ohne sich zu verpflichten, eine Preiserhöhung zu vermeiden. Die zweite Hälfte des Launch-Jahres der Switch 2 war uneinheitlich. Weihnachts-Hardware-Verkäufe sanken um 35 Prozent im Vergleich zu 2017, dem Release-Jahr der originalen Switch. Bloomberg berichtet, dass Spielverkäufe und Attach-Rates niedriger sind als beim Debüt der ersten Switch. Nintendo-Aktien sind in den letzten drei Monaten um 23,45 Prozent gefallen. Niko Partners schlägt vor, dass Nintendo zu einem exklusiven 500-Dollar-Bundle übergehen könnte, anstatt den Standalone-Preis zu erhöhen. Mit KI-bedingten RAM-Engpässen und einer herausfordernden Feiersaison muss das Unternehmen Verkaufsdynamik und steigende Kosten ausbalancieren. Es wurden keine neuen 3D-Mario- oder Zelda-Titel angekündigt, um das Interesse anzukurbeln.