Videospiel-Hardware-Verkäufe in den USA sind im November 2025 eingebrochen und markieren die schlechteste Monatsleistung seit 1995 trotz des Launches der neuen Nintendo Switch 2. Nur 1,6 Millionen Einheiten verkauft, wobei die PlayStation 5 den Neuling überholt. Steigende Preise und wirtschaftliche Faktoren trugen zum Abschwung bei.
Verkaufszahlen
November 2025 war eine deutliche Erinnerung an die Herausforderungen im Gaming-Hardware-Markt. Laut Branchenanalyst Mat Piscatella von Circana wurden in den USA nur 1,6 Millionen neue Konsolen gekauft, eine Zahl knapp über dem Rekordtief von 1,4 Millionen aus dem Jahr 1995, als die originale PlayStation debütierte. Dieser Einbruch geschah trotz des Einstiegs der Switch 2 von Nintendo, der ersten großen Konsolenaktualisierung seit acht Jahren, mitten in der Weihnachtssaison inklusive Black Friday.
Überraschend führte die fünf Jahre alte PlayStation 5 die Verkaufscharts an, dank aggressiver 100-Dollar-Rabatte auf das rein digitale Modell. Die Switch 2 erhielt zwar Rabatte am Cyber Monday, dominierte aber nicht wie erwartet. Microsofts Xbox Series X landete auf Platz drei, ohne Feiertagsrabatte, was möglicherweise eine Strategie widerspiegelt, Cloud-Gaming und Cross-Platform-Play statt neuer Hardware zu priorisieren.
Steigende Kosten und wirtschaftliche Belastungen
Der Durchschnittspreis für eine neue Konsole erreichte im November mit 439 Dollar einen Rekordwert, 11 % höher als im Vorjahr und mehr als doppelt so hoch wie die 235 Dollar im November 2019. Ursachen sind u. a. Preiserhöhungen von Nintendo, Sony und Microsoft inmitten anhaltender Handelsspannungen unter der Trump-Administration. So kostet die Xbox Series X, ursprünglich 500 Dollar beim Launch vor fünf Jahren, nun 650 Dollar bei Händlern wie Best Buy.
Piscatella wies auf den größeren Kontext hin: „Korrelation impliziert nicht notwendigerweise Kausalität… es sei denn, sie tut es“, und deutete auf mögliche wirtschaftliche Probleme hin. Free-to-Play-Optionen wie Roblox und die Rückkehr von Fortnite auf Mobilgeräte machen teure Konsolen weniger attraktiv, besonders für preisbewusste Familien bei Preisen über 500 Dollar.
Top-Software und weitreichende Implikationen
Call of Duty: Black Ops 7 war das meistverkaufte Spiel im November, liegt aber im Jahresvergleich hinter Battlefield 6 zurück. Das Ausbleiben des erwarteten Hypes um den Launch von Grand Theft Auto 6 dämpfte den PS5-Schub weiter. Diese Hardware-Dürre wirft Fragen zur Nachhaltigkeit von Premium-Gaming auf inmitten von Inflation und veränderten Konsumgewohnheiten hin zu zugänglichen digitalen Alternativen.