Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa hat erklärt, dass das Unternehmen die steigenden RAM-Preise und Zölle genau im Auge behält, die potenziell den Preis der Nintendo Switch 2 beeinflussen könnten. In einem kürzlichen Interview betonte Furukawa, dass es keinen unmittelbaren Einfluss auf die Gewinne gibt, die Situation jedoch anhaltende Aufmerksamkeit erfordert. Der Manager skizzierte Nintendos Strategie, diese wirtschaftlichen Druckfaktoren durch langfristige Planung abzumildern.
In einem Interview mit Kyoto Shimbun, übersetzt von Video Games Chronicle, sprach Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa die Bedenken hinsichtlich des volatilen Speichermarkts an, der durch die Nachfrage nach großen Mengen RAM in KI-Rechenzentren angetrieben wird. „Wir beziehen von Lieferanten basierend auf unseren mittel- bis langfristigen Geschäftsplänen, aber der aktuelle Speichermarkt ist sehr volatil… Es gibt keinen unmittelbaren Einfluss auf die Gewinne, aber es ist etwas, das wir genau beobachten müssen“, sagte Furukawa. Furukawa erklärte, dass die Hardware-Rentabilität der Switch 2 von Faktoren wie Komponentenbeschaffung, Kostensenkungen durch Massenproduktion, Wechselkursen und Zöllen abhängt. Er merkte an, dass zwar die Kosten für verschiedene Materialien steigen, Nintendo jedoch durch laufende Produktionsanstrengungen einige Senkungen erwartet. Zuvor hatte Furukawa im November Investoren versichert, dass der Switch-2-Preis stabil bleibe, es sei denn, weitere Handelsprobleme wie eine mögliche Eskalation von Zöllen stören. Das Unternehmen hat bereits die Auswirkungen von Zöllen gespürt, die seine Finanzen im ersten Halbjahr des Vorjahres um Zehnmillionen belasteten. Als Reaktion erhöhte Nintendo im August 2025 die Preise für seine originalen Switch-Modelle: Das Standardmodell von 299 auf 339 Dollar, die OLED-Version von 349 auf 399 Dollar und die Lite von 199 auf 229 Dollar. Furukawa wiederholte Nintendos Politik zu Zöllen: „Obwohl es schwierig ist, den zukünftigen Einfluss genau abzuschätzen, ist unsere Grundrichtlinie, Zölle als Kosten anzuerkennen und sie möglichst auf die Preise umzulegen, nicht nur in den USA.“ Nintendo geht mittel- bis langfristig an die Komponentenbeschaffung heran, um die Auswirkungen von RAM-Mangel und schwankenden Zöllen zu reduzieren. Konsolen wie die Switch 2 arbeiten mit engen Gewinnmargen und sind anfällig für globale Lieferkettenstörungen. Furukawa beschrieb dies als entscheidende Phase zur Förderung neuer Hardware bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Plattform-Momentums und betonte die sorgfältige Navigation des Unternehmens durch diese Herausforderungen.