Die Bharatiya Janata Party (BJP) hat Nitin Nabin am Dienstag einstimmig zu ihrem neuen nationalen Präsidenten gewählt. Die Wahl folgt der langjährigen Tradition der Partei bei umstrittenen Wahlen für den Spitzenposten. Premierminister Narendra Modi wird an der Verkündigungszeremonie teilnehmen.
Nitin Nabin wurde einstimmig zum 12. nationalen Präsidenten der Bharatiya Janata Party (BJP) gewählt, wobei die offizielle Ankündigung für Dienstag in Neu-Delhi zwischen 11:30 und 13:30 Uhr geplant ist. Der 45-jährige Nabin, Sohn des verstorbenen hochrangigen BJP-Führers und vierfachen Bihar-Abgeordneten Nabin Kishore Prasad Sinha, trat 2006 in die Politik ein, nachdem er eine Nachwahl im Patna West nach dem Tod seines Vaters gewonnen hatte. Er wird die jüngste Person in diesem Schlüsselamt sein. Die Wahl folgte dem satzungsgemäßen Prozess der Partei, beginnend mit einer Mitgliederwerbekampagne und Wahlen für lokale Ausschüsse, fortschreitend auf Mandal-, Distrikt-, Regional- und Landesebene. Die Wahl des nationalen Präsidenten erfolgt nach Organisationswahlen in mindestens der Hälfte der Bundesstaaten. Nationaler Wahlleiter K. Laxman erklärte, der Prozess sei nach der Wahl von Präsidenten in 30 von 36 Bundesstaaten gestartet worden. Nabins Nominierung wurde von 37 Satzungen unterstützt, die von hochrangigen Führern wie Premierminister Narendra Modi, Amit Shah, Rajnath Singh, Nitin Gadkari und anderen vorgeschlagen wurden. JP Nadda, der das Amt seit Januar 2020 mit Verlängerung bis Juni 2024 innehatte, trat zurück, nachdem er dem Modi-Kabinett nach den Lok-Sabha-Wahlen 2024 beigetreten war. Seit ihrer Gründung 1980 hat die BJP trotz satzungsmäßiger Regelungen nie eine Wahl um den nationalen Präsidenten erlebt. In Zeiten elektoraler Schwäche spielte die RSS eine größere Rolle, im Machtbesitz werden Entscheidungen jedoch vom Premierminister und engen Vertrauten getroffen. Nabins Auswahl passt in dieses Muster und signalisiert das Ziel der Partei, die organisatorische Kontrolle zu festigen. Das Parliamentary Board hat Nabins Ernennung finalisiert. Der nationale Präsident hat Anspruch auf zwei aufeinanderfolgende dreijährige Amtszeiten.