Das südafrikanische Parlament fordert ein dringendes Treffen mit Finanzminister Enoch Godongwana, um den Status der zugesagten 3,8 Milliarden Rand Finanzierung für die South African Post Office zu klären. Die Finanzierung ist entscheidend für Infrastruktur-Upgrades, Digitalisierung und Schuldenbegleichung im Rahmen eines Turnaround-Plans. Ohne sie könnte die Business-Rescue-Maßnahme der Post vorzeitig scheitern.
Das Portfolio-Ausschuss für Kommunikation und Digitale Technologien des Parlaments hat sofortige Klarheit über die ausstehende Finanzierungsverpflichtung in Höhe von 3,8 Milliarden Rand für die South African Post Office (SAPO) gefordert. Diese Forderung kam während einer kürzlichen Ausschusssitzung auf, in der Abgeordnete Bedenken über die Verzögerung der Mittel äußerten, die für Infrastruktur-Upgrades, ein Digitalisierungsprogramm und die Begleichung von Gläubigerforderungen vorgesehen sind. Diese Maßnahmen bilden den Kern des Business-Rescue-Plans der SAPO, der darauf abzielt, das kämpfende staatliche Unternehmen wiederzubeleben. Rechtsberaterin Advocate Aadielah Arnold des Ausschusses hob die Risiken hervor und erklärte, dass die Business-Rescue-Praktiker der SAPO gewarnt haben, ein Fehlen der Finanzierung könnte den gesamten Plan gefährden und zu einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Verfahren führen. Die Gewerkschaft Communications Workers Union hat diese Sorgen aufgegriffen und am 7. Februar 2025 vor einer 'großen Möglichkeit' gewarnt, dass die SAPO ohne Intervention bis Monatsende ihre Betriebe einstellen könnte. Ausschussvorsitzende Khusela Diko betonte die Notwendigkeit eines direkten Austauschs mit dem Finanzministerium. 'Mein Gefühl war immer, dass das Finanzministerium an Bord sein würde, falls die SAPO einen Nachhaltigkeitsplan vorlegt – und ich lobe sie für die begonnenen Bemühungen um strategische Partnerschaften', sagte sie. Diko schlug vor, bald ein Treffen zu vereinbaren, um Fortschritte zu bewerten. Dieser Druck erfolgt inmitten breiterer Bemühungen zur Stabilisierung der SAPO, die anhaltende finanzielle Probleme hat. Früher, im Mai 2025, half eine separate Rettungssumme von 381 Millionen Rand aus dem Unemployment Insurance Fund, rund 6.000 Jobs zu sichern, doch die größere Zuteilung von 3,8 Milliarden Rand bleibt ungelöst.