PJL-Organisatoren versprechen freien Zugang und stellen das Pferdewohl in den Mittelpunkt

Die Organisatoren der neuen Premier Jumping League (PJL) haben Pläne für einen mit 300 Millionen Dollar dotierten Springreit-Wettbewerb vorgestellt, der 16 Teams an 14 Standorten in den USA, im Nahen Osten und in Europa umfasst. Die von McCourt Global-Gründer Frank McCourt unterstützte Liga zielt darauf ab, den Sport durch fest angestellte Reiter und kostenlose Übertragungen zu professionalisieren. Das Wohl der Pferde hat dabei höchste Priorität, wobei der Zugang weder durch Bezahlschranken noch durch den Kauf von VIP-Paketen eingeschränkt wird.

Die Premier Jumping League startete offiziell im vergangenen Monat, die ersten Veranstaltungen sind für nächstes Jahr geplant. PJL-Präsident und COO Nick McCabe betonte das finanzielle Risiko, äußerte sich aber zuversichtlich hinsichtlich des ungenutzten Potenzials des Sports. „Wir versuchen, das Richtige für den Sport zu tun“, sagte McCabe und verwies auf die Unterstützung von Frank McCourt, der das Preisgeld von 300 Millionen Dollar garantiert hat. McCourt, ehemaliger Eigentümer der Los Angeles Dodgers und von Olympique de Marseille, entdeckte das Springreiten durch seine Frau und möchte das Profil des Sports neben anderen Spitzensportarten schärfen. Die Teams werden zunächst im Besitz der PJL sein, stehen aber zum Verkauf oder zur Vermietung. Jedes Team besteht aus fünf Reitern – drei starten pro Veranstaltung –, die nach Leistung und nicht nach finanziellen Mitteln ausgewählt werden. Eine Entwicklungsakademie soll jüngere Reiter und Pferde fördern und den Fokus von „Geld vor Leistung“ verlagern, so die leitende Reitsportberaterin Lisa Lazarus, ehemalige Rechtsberaterin der FEI. Alle Veranstaltungen werden kostenlos zu sehen sein und in Partnerschaft mit Box to Box Films für eine Dokumentationsserie produziert, um Bezahlschranken zu vermeiden, die die aktuelle Berichterstattung einschränken. Lazarus betonte eine innovative Präsentation, um neue Fans zu gewinnen, einschließlich Daten und digitaler Elemente. Das Wohl der Pferde bestimmt jede Entscheidung, wobei die Veranstaltungsorte nach optimalen Bedingungen wie Weidegang und Bodenbeschaffenheit ausgewählt werden. „Es gibt keine Größe im Pferdesport ohne das Wohlergehen und die Sicherheit des Pferdes“, sagte Lazarus. Der Zeitplan ist auf große FEI-Veranstaltungen abgestimmt, um Reisen zu minimieren, und die Liga bezieht die Reiter aktiv mit ein. Die FEI prüft derzeit den Genehmigungsantrag der PJL vor ihrer Vorstandssitzung im Juni. Der Olympiasieger Peter Charles äußerte seine Unterstützung und prognostizierte, dass die Liga das Image des Sports verbessern und die Reiter belohnen werde, ohne dass eine übermäßige Belastung durch Springen entstehe.

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