Trotz Vollbetrieb des Winters und Temperaturen unter null hat die Pollensaison in Schweden eingesetzt. Das Schwedische Naturhistorische Museum teilt mit, dass die Saison im Vergleich zum Vorjahr um einen Monat verzögert ist aufgrund des kälteren Winters, aber Apotheken melden bereits gestiegene Verkäufe von Allergiemedikamenten.
Dieser Winter war deutlich kälter als der vorherige und hat die Pollensaison um einen ganzen Monat verzögert, so das Schwedische Naturhistorische Museum, das kontinuierlich Pollenwerte in der Luft misst. Trotz Temperaturen unter null melden Apotheken steigende Verkäufe von Allergiemedikamenten, und mehrere Menschen bemerken erste Symptome wie juckende Augen. Eine Erklärung für Pollen im kalten Wetter ist, dass sie mit südlichen Winden aus Teilen Europas ankommt, wo Hasel bereits zu blühen begonnen hat, sagt Agneta Ekebom, Pollenexpertin im Museum. Der Klimawandel hat generell zu milderen Wintern geführt, was die Blüte und damit die Pollensaison vorverlegt. Liselott Florén vom Asthma- und Allergie-Verband sagt, dass die Pollensaison auch länger und intensiver geworden ist. Laut der Website Pollenkoll sind ein Viertel der Bevölkerung pollenallergisch, und die Zahl der Allergiker in der westlichen Welt steigt. Florén nennt zwei Hauptgründe in Nordeuropa: längere Exposition gegenüber Pollen erhöht das Allergierisiko, und Klimaveränderungen verschieben neue Pollentypen nach Norden, wie Ambrosia aus Mitteleuropa. Für Haselallergiker empfiehlt Florén, Vorhersagen zu beobachten und Medikamente im Voraus zu besorgen. Laut Pollenkoll folgt Erle direkt auf Hasel, dann Ulme, Espe, Birke und Weide. Später im Frühling kommen Eiche und Gräser, im Sommer Beifuß. Der Asthma- und Allergie-Verband gibt Tipps zur Bewältigung von Pollenallergie: lüften frühmorgens oder nachts, Wäsche innen trocknen, vor dem Schlafengehen duschen, Hunde aus dem Schlafzimmer halten und Aufenthalt im Freien einschränken. Rezeptfreie Medikamente wie Antihistaminika, Nasensprays und Augentropfen können verwendet werden, am besten präventiv zwei Wochen im Voraus.