Rafael Meruane strebt Joint Ventures mit Banken für digitale Vermögenswerte an

Rafael Meruane, Mitgründer und CEO von Notbank by CryptoMarket, äußerte Interesse an der Bildung von Joint Ventures mit regulierten Banken, um Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte zu skalieren. Das ursprünglich aus Chile stammende Unternehmen, das nun in Delaware registriert ist, strebt Partnerschaften an, um Produkte wie Kredite anzubieten. Kürzlich ging es eine Partnerschaft mit einer Bank in Puerto Rico für Stablecoin-gebundene Konten ein.

In einem Gespräch mit MergerMarket hob Rafael Meruane, CEO von Notbank by CryptoMarket, das Interesse an strategischen Allianzen mit regulierten Finanzinstituten hervor. „Eine Allianz dieser Art würde die Expansion in Produkte wie Kredite ermöglichen, für die man unabhängig nur schwer Lizenzen erhält“, sagte er. Akquisitionen hingegen könnten interne Dynamiken und die langfristige Umsetzung stören, fügte er hinzu.

Notbank wurde 2016 in Chile gegründet und zur Gewinnung von Investoren unter einer Holding in Delaware umstrukturiert. Das Unternehmen hat eine geschätzte Bewertung zwischen 30 Millionen und 60 Millionen USD. Die Firma verwaltet Vermögenswerte in Höhe von etwa 80 Millionen USD und bedient rund 700.000 Kunden in fünf Ländern: Chile, Argentinien, Brasilien, Peru und Kolumbien. Sie bietet Echtzeit-Umrechnung von Stablecoins in Lokalwährungen sowie Crypto-as-a-Service für Fintechs via API an.

Kürzlich ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit einer regulierten Bank in Puerto Rico ein, die es Kunden ermöglicht, US-Konten zu eröffnen, die nativ mit Stablecoins verknüpft sind und SWIFT-, ACH- sowie PIX-Überweisungen unterstützen. Das Unternehmen plant für dieses Jahr die Expansion in mindestens zwei weitere Länder und sammelt derzeit 3 Millionen bis 6 Millionen USD für sein B2B-Geschäft ein.

Notbank wird im Juni als Sponsor bei der Proof of Talk in Paris auftreten und sucht nach Finanzberatern, die mit diesem Ökosystem vertraut sind. Zu den Anteilseignern zählen Mitgründer Martín Jofré, ConsenSys mit einem Anteil von 10 % sowie ein Aktienoptionsprogramm für wichtige Mitarbeiter.

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