Das Fintech ARQ, früher bekannt als DolarApp, gab am Donnerstag die Einführung eines globalen B2B-Kontos für Unternehmen in Brasilien bekannt. Der Dienst reagiert auf die Nachfrage von Privatkunden nach Geschäftslösungen. Das von ehemaligen Revolut-Mitarbeitern gegründete Unternehmen wickelt jährlich Transaktionen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar ab.
ARQ, ein von drei ehemaligen Revolut-Mitarbeitern gegründetes Fintech, hat ein globales B2B-Konto für Unternehmen in Brasilien gestartet. Das Unternehmen hat von Investoren wie Sequoia Capital, Founders Fund und Kaszek 70 Millionen US-Dollar (361 Millionen Reais) eingeworben und zählt 2 Millionen Nutzer.
Leonardo Bernini, Generaldirektor von ARQ in Brasilien, sagte, der Dienst sei aus der starken Nachfrage von Privatkunden entstanden. „Zunächst hatten wir nicht geplant, diesen Service in Brasilien einzuführen, aber wir verzeichneten eine sehr starke Nachfrage von unseren Privatkunden, die nach Lösungen für juristische Personen fragten. Viele Unternehmen haben sich seit der Covid-Pandemie internationalisiert“, erklärte er.
Die Plattform umfasst internationale Sammelzahlungen, Nutzerkontrollen mit unterschiedlichen Berechtigungen und zentralisierte globale Ausgaben. Bernini merkte an, dass der Unternehmensmarkt in Brasilien wettbewerbsintensiver sei als in Argentinien, Mexiko oder Kolumbien und höhere Volumina umfasse.
Das Unternehmen setzt auf betriebliche Effizienz und wettbewerbsfähige Tarife, um das Premium-Segment zu gewinnen, das ein hohes Maß an Vertrauen erfordert. Eine Herausforderung stellt die hohe Unternehmensverschuldung dar: Laut Serasa Experian gab es Ende 2025 8,9 Millionen verschuldete Firmen mit Schulden in Höhe von 213 Milliarden Reais. ARQ bietet bisher nur begrenzten Kredit an und führt Karten nur für Top-Privatkunden ein.