Eine Ransomware-Gruppe hat Daten eines Auftragnehmers veröffentlicht, der am indischen Kernkraftwerksprojekt Kudankulam arbeitet. Der Vorfall betrifft 14,3 GB an Dateien von Reliance Infrastructure.
Der Angriff richtete sich gegen Systeme von Reliance Infrastructure, einem Ingenieurdienstleister für die Blöcke 3 und 4 des Kraftwerks Kudankulam. Die Daten wurden bei Yotta Data Services gehostet, wo am 29. Mai verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden. Am 11. Juni tauchten die Dateien online auf. Die Nuclear Power Corporation of India Limited gab am 15. Juli eine Klarstellung heraus. Darin heißt es, dass sich die gestohlenen Dateien lediglich auf die Infrastruktur außerhalb des nuklearen Bereichs des Kraftwerks beziehen. Das veröffentlichte Material umfasst Pläne für Lüftungssysteme, Grundrisse, Lieferantenlisten und Versicherungsunterlagen. CERT-In untersucht den Vorfall nun gemeinsam mit Reliance und Yotta. Die Nuclear Power Corporation of India Limited hat bestätigt, dass die betriebskritischen Systeme des Kernkraftwerks nicht beeinträchtigt sind.