Die Region Skåne hat die Einführung des IT-Systems Millennium für das Gesundheitswesen erneut verschoben, nachdem bei einer internen Überprüfung erhebliche Mängel festgestellt wurden. Die derzeitige Version wird als nicht ausreichend nutzbar erachtet, und der Direktor der Region wird nach Alternativen suchen.
Eine interne Überprüfung des Millennium-Systems in der Region Skåne, die von 150 Mitarbeitern durchgeführt wurde, ergab, dass die aktuelle Version nicht brauchbar ist. Die Bewertung erstreckte sich auf Eignung, Effizienz, Patientensicherheit, Einhaltung von Vorschriften und Benutzererfahrung nach einem Kontrollpunkt im Januar 2026. Am Dienstag, den 17. März 2026, erhielt der Arbeitsausschuss des Regierungspräsidiums die Ergebnisse, die laut Programmleiter Harald Roos klar machen, dass der geplante Rollout im Oktober 2026 nicht stattfinden wird. "Wir ziehen die Handbremse, untersuchen Alternativen und führen eine Diskussion mit Oracle", so Roos. Trotz des Scheiterns in der Region Västra Götaland (VGR) vor anderthalb Jahren, wo das System im letzten Herbst abgeschafft wurde, hatte Skåne seine Pläne weiterverfolgt. Roos betonte, dass das derzeitige System nicht beibehalten werden kann und ersetzt werden muss. Eine Option ist das neue EHR-System von Oracle, aber die Regionaldirektorin Jonna Myrebris wird alle Möglichkeiten prüfen. In einer Pressemitteilung erklärte Myrebris, dass die Mitarbeiter das Recht haben, "in naher Zukunft Informationen darüber zu erhalten, wie wir vorgehen". Regionsrat Henrik Fritzon (S) zeigte sich frustriert: "Wir fühlen uns ein wenig ausgetrickst". Auf der nächsten Sitzung am 21. April sollen Handlungsalternativen und deren Konsequenzen vorgestellt werden. Die Region Skåne kämpft seit fast zehn Jahren mit dem System.