Der Riviera Country Club in Pacific Palisades, Los Angeles, begeht sein hundertjähriges Jubiläum und blickt auf ein Jahrhundert voller Prestige und bemerkenswerter Golfmomente zurück. Vom Architekten George C. Thomas Jr. entworfen und 1927 eröffnet, hat der Club mehr als die Hälfte seiner Existenz PGA TOUR-Veranstaltungen ausgerichtet, darunter die bevorstehende Genesis Invitational nach einer einjährigen Pause wegen lokaler Brände. Zu seinem Erbe zählen Siege von Legenden wie Ben Hogan und aktuelle Champions wie Hideki Matsuyama.
Der unauffällige Eingang des Riviera Country Clubs entlang des Sunset Boulevard tarnt das spanisch-revival-stilige Clubhaus und den Meisterschaftsgolfplatz darin, der in einem versteckten Tal knapp eine Meile vom Pazifik entfernt liegt. Anfang der 1920er Jahre erwarben Mitglieder des Los Angeles Athletic Club, bekannt als The Uplifters Club, das Land für 264.500 Dollar – unter der Schätzung von 1,5 Millionen Dollar – und investierten 250.000 Dollar in den Platzbau sowie 450.000 Dollar ins Clubhaus, weit über den üblichen Kosten der Epoche. nnArchitekt George C. Thomas Jr., zunächst skeptisch, schuf sein „Meisterwerk“, das Alister Mackenzie als „so nahezu perfekt, wie es ein Mensch machen kann“ lobte. Der Club öffnete 1927 und zog rasch Hollywood-Elite wie Douglas Fairbanks und Walt Disney an. Das erste PGA TOUR-Event, die Los Angeles Open, kam 1929 mit Sieg von Macdonald Smith; sporadische Austragungen wurden 1973 voll wiederaufgenommen, seit 2015 als The Genesis Invitational. nnDie 1940er und 1950er waren eine goldene Ära mit Siegen von Sam Snead 1945, Byron Nelson 1946 – der es „so wichtig wie ein Major“ nannte – und Ben Hogan 1947 und 1948, was zum Spitznamen „Hogan’s Alley“ nach seinem 1948er U.S. Open-Sieg führte. Ein dramatisches Duell 1950 sah Snead im regengeverzögerten Play-off Hogan besiegen. nnRenovierungen von Bill Coore, Ben Crenshaw und Tom Fazio haben Thomas’ Routing erhalten und an modernes Spiel angepasst. Tiger Woods debütierte 1992 hier und veranstaltet nun das Event über seine Stiftung, gewann aber nie. Neuere Highlights: Max Homas emotionaler Sieg 2021 – „Ich schaue diesen Turnier mein ganzes Leben“ – und Hideki Matsuyamas Sonntags-62 2024 für den Dreischlag-Sieg, erster asiatischer Champion seit 1987. nnGolfhistoriker Bradley S. Klein nannte es „eine klassische Hollywood-Bühne für das Spiel“, Ben Crenshaw „möglicherweise den besten künstlichen Golfplatz der USA“. Der unter 7.400 Yards lange Platz bleibt TOUR-Liebling wegen strategischer Konturen.