Robbie Williams hat sein neues Album „Britpop“ über Nacht überraschend veröffentlicht. Ursprünglich für den 6. Februar geplant, wurde es aus Sorge vor Taylor Swifts Album verschoben und nun früher herausgebracht. Damit könnte er den Rekord der Beatles für die meisten Nummer-eins-Alben in Großbritannien brechen.
Robbie Williams, der ehemalige Take-That-Sänger, hat sein 13. Soloalbum „Britpop“ am 6. Januar 2025 um Mitternacht ohne große Vorankündigung lanciert. Die Veröffentlichung kam so überraschend, dass Suchmaschinen und Wikipedia-Seiten zunächst nichts davon wussten. Es handelt sich um sein erstes vollwertiges Studioalbum seit 2016, wobei Soundtracks und Weihnachtsalben wie „The Christmas Present“ von 2019 ausgenommen werden.
Der Titel „Britpop“ bezieht sich auf den einflussreichen Gitarrensound der 1990er-Jahre in Großbritannien, geprägt von Bands wie Blur, Oasis, Suede und Pulp, mit Wurzeln bei den Beatles ab 1962. Williams, der 1997 mit „Life Through a Lens“ solo startete, wurde damals als Außenseiter des Genres gesehen. „Ich wollte das Album schreiben und veröffentlichen, das ich nach meinem Ausstieg bei Take That im Jahr 1995 machen wollte“, erklärte er in den Sozialen Medien.
Das Album beginnt kraftvoll: Der Opener „Rocket“ enthält einen Gastauftritt von Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi und rockt mit Heavy-Gitarren. „Spies“ erinnert an Oasis-Hits, „Pretty Face“ mischt Glamrock und Disco, während „Bite Your Tongue“ und „Cocky“ punkig und treibend wirken. Die Ballade „All My Life“ evoziert Klassiker wie „Come Und Done“ oder Oasis' „Don’t Look Back in Anger“.
Ursprünglich für den 10. Oktober 2025 angesetzt, verschob Williams die Platte auf den 6. Februar, um nicht im Schatten von Taylor Swifts „The Life of A Showgirl“ vom 3. Oktober zu stehen. Nun kam es drei Wochen früher. Die zweite Hälfte mit Tracks wie „Morrissey“, „Human“ und „It’s Only Good Until The Drugs Stop Working“ fällt etwas ab und wirkt mainstreamig-nostalgisch. Williams teilt sich mit den Beatles den Rekord von 15 Nummer-eins-Alben in den britischen Charts – „Britpop“ könnte diesen brechen.
Veröffentlicht bei Columbia Records, wird das Album als Hommage an die „goldene Ära der britischen Musik“ gefeiert, bleibt aber hinter Williams' frühen Erfolgen mit Produzent Guy Chambers zurück.