Routine, Sci-Fi-Horror-Spiel, entkommt Jahrzehnt voller Entwicklungsverzögerungen

Das lang erwartete Ego-Shooter-Sci-Fi-Horror-Spiel von Lunar Software, Routine, ist nach mehr als einem Jahrzehnt Entwicklung endlich erschienen. 2012 angekündigt, zieht der Titel Inspiration aus Klassikern wie Alien und 2001: Odyssee im Weltraum und spielt in einem retrofuturistischen Mondresort. Spieler navigieren durch angespannte Umgebungen mit minimaler Hilfestellung und betonen Erkundung und Eigeninitiative.

Entwicklungs-Hintergrund

Routine wurde 2012 erstmals von Lunar Software vorgestellt, doch das Projekt erlebte lange Phasen des Schweigens und mehrmalige Verzögerungen, die über zehn Jahre umspannten. Diese verlängerte Zeitlinie hat seine markante Old-School-Designphilosophie geprägt, die moderne Annehmlichkeiten wie Zielmarkierungen oder geschwätzige Begleiter vermeidet, die Spieler führen. Stattdessen vertraut das Spiel darauf, dass Nutzer organisch mit seiner Welt interagieren – ein Ansatz, der an frühere Gaming-Ären erinnert.

Gameplay und Setting

In einem lo-fi Mondresort angesiedelt, das 1980er-Technologie mit futuristischen Elementen vermischt, präsentiert Routine CRT-Bildschirme, die VHS-Rekorder und Arcade-Maschinen bewerben, neben fortschrittlichen Robotern. Die Handlung beinhaltet uralte Einflüsse und eine abtrünnige KI, die eine schmutzige, psychologische Atmosphäre erzeugt, ähnlich wie Frictional Games' SOMA und Creative Assemblys Alien: Isolation. Erkundung steht im Vordergrund, wobei Spieler verlassene Räume durchsuchen, Mitarbeiter-E-Mails lesen und Hinweise durch subtile Brotkrumen zusammensetzen.

Der Fortschritt ist linear, fühlt sich aber durch den hands-off-Stil persönlich an. Frühe Herausforderungen wie die Eingabe einer persönlichen ID erfordern das Beobachten von Umgebungsdetails, wie einer gedruckten ID-Karte. Das Cosmonaut Assistance Tool (C.A.T.) sticht als multifunktionales Gerät für Wartungsaufgaben hervor, einschließlich Entmagnetisierung von Bildschirmen, Bedienen von Türen und Archivierung von Daten – alles über einen verzögerten, niedrigauflösenden Sucher zugänglich, der Spannung in dunklen Bereichen steigert.

Horror-Elemente

Sicherheitsroboter dienen als primäre Antagonisten, ihre klappernden Verfolgungen erzeugen intensiven Stress ohne direkte Hinweise auf Gegenmaßnahmen. Diese Feinde sind unerbittlich, aber vorhersehbar und regen Spieler an, sich zu verstecken oder mental kartierte Räume zu navigieren. Die physischen Interaktionen des Spiels, wie fummelige Hock-Animationen und umständliches Laufen, steigern Immersion und Realitätsnähe, sodass die sterilen Sci-Fi-Umgebungen bewohnt wirken.

Routines Release erinnert an die Belohnungen eines nicht-vormundschaftlichen Designs, das Erfolgserlebnisse durch Spielerinitiative in seinen unheimlichen, liminalen Räumen fördert.

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